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Friedrich Wilhelm Rüstow | 18211878

Zürcher Militärhistoriker, Offizier und Publizist preussischer Herkunft: Privatdozent für Geschichte an der Universität Zürich (1852–1854), Dozent für Kriegswissenschaften am Eidgenössischen Polytechnikum (1877/78); Instruktor kantonaler Milizen und Militärexperte (ab 1853), Oberst und Generalstabschef bei Garibaldi (1860), Eintritt in den eidgenössischen Generalstab als Oberst (1870), Austritt 1875; Verfasser zahlreicher Werke zu zeitgenössischen Kriegen, u. a. «Der Krieg von 1805 in Deutschland und Italien» (1853), «Der Krieg von 1866 in Deutschland und Italien» (1866), «Der Krieg um die Rheingrenze 1870» (2 Bde., 1870/71), «Die Feldherrenkunst des neunzehnten Jahrhunderts» (2 Bde., 1878/79).

Ab 1845 kritisierte Rüstow als Befürworter eines republikanischen und demokratischen deutschen Nationalstaates die preussische Armee und propagierte die allgemeine Wehrpflicht. Nach der Veröffentlichung seines Frühwerkes «Der deutsche Militärstaat vor und während der Revolution» (1851) wurde er 1850 wegen Hochverrats zu 31 1/2 Jahren Festungshaft verurteilt, woraufhin er in die Schweiz flüchtete und dort die Armeereformbewegung der 1860er Jahre wesentlich beeinflusste.

Erwähnungen von Friedrich Wilhelm Rüstow | 1821–1878

In Briefen: 1

  • Johann Konrad Kern an Alfred Escher, Bern, 9. Juli 1855 AES B1451 Schlagwörter: Bundesrat, Eidgenössischer Schulrat, Eidgenössisches Polytechnikum, Grosser Rat VD, Kuraufenthalte, Landesverteidigung und Militär, Nationalrat, Nationalratspräsident, Personelle Angelegenheiten, Ständerat, Vereinigte Bundesversammlung, Wahlen

Briefe von und an Friedrich Wilhelm Rüstow | 1821–1878