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Robert Gerwig | 18201885

Badischer Ingenieur, Beamter und nationalliberaler Politiker: Beamtenlaufbahn im Bereich des Eisenbahnbaus bei der Oberdirektion des Wasser- und Strassenbaus des Grossherzogtums Baden (1841–1872, ab 1846 als Referent und Kollegialmitglied), mit der Planung (ab 1857), später der Leitung des Baus der Schwarzwaldbahn (1865–1872) betraut, Bau der Eisenbahnbrücke über den Rhein WaldshutKoblenz (1859), Oberingenieur der Gotthardbahn (1872–1875), Kollegialmitglied der Generaldirektion der Grossherzoglich Badischen Staatseisenbahn (1875–1885); Mitglied des badischen Landtags (1855–1857, 1863–1872, 1875–1878) und des deutschen Reichstags (1875–1884).

Gerwig verfasste 1864/65 gemeinsam mit August von Beckh eine grundlegende Studie zur Gotthardbahn und vertrat das Grossherzogtum Baden an der internationalen Gotthardkonferenz 1869 in Bern. 1875 trat er nach Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm, Alfred Escher und Louis Favre als Oberingenieur der Gotthardbahn zurück.

Gerwig kaufte nach seiner Ernennung zum Oberingenieur der Gotthardbahn ein Haus in Enge, nahe Alfred Eschers Belvoir. Die beiden Männer und ihre Familien pflegten ein freundschaftliches Verhältnis, das auch nach Gerwigs Austritt aus der Gotthardbahn andauerte.

Vgl. Beckh/Gerwig, Rentabilität; Kuntzemüller, Gerwig; ADB XLIX, S. 317–319; Mathys, Schiene, S. 195–198; Die Rekonstruktion der Gotthardbahn.

Erwähnungen von Robert Gerwig | 1820–1885

In Briefen: 181

Briefe von und an Robert Gerwig | 1820–1885