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Personen

Louis Favre | 18261879

Genfer Ingenieur: Zimmermannslehre im Betrieb seines Vaters (bis 1845), Zimmermann in Neuilly-sur-Marne (1846); autodidaktische Ausbildung zum Ingenieur; Arbeiten für die Compagnie du Chemin de fer de Paris à Lyon in Charenton, an der Linie MontbardDijon und beim Bahnhofbau in Vaise bei Lyon (1846–1854), Tunnelbauarbeiten an der Linie OugneyLa Barre (1855), Verlängerung des Crédo-Tunnels auf der Strecke LyonGenf (1856–1858), Ausführung der Tunnel bei Grandvaux und La Cornallaz für die Chemins de fer de Lausanne–Fribourg–Berne et de Genève–Versoix (1858–1860), Beteiligung am Bau der französischen Teilstrecke der Compagnie Franco-Suisse, Ausführung verschiedener Kunstbauten auf der Linie ChagnyNevers für die Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (1863–1865), Ausführung des grossen Gotthardtunnels (1872–1879).

Während der Bauphase des grossen Gotthardtunnels sorgten Auseinandersetzungen um Termine, Kosten und technische Fragen für Spannungen zwischen Favre, Oberingenieur Konrad Wilhelm Hellwag und Direktionspräsident Alfred Escher. Favre starb am 19. Juli 1879 und konnte weder den termingerecht erfolgten Durchstich des Tunnels (28. Februar 1880) noch dessen mit einer Verspätung von 15 Monaten erfolgten Inbetriebnahme (1. Januar 1882) miterleben. Das Unternehmen Favre wurde nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten mit der Gotthardbahn im Jahre 1885 liquidiert.

Vgl. Die Eisenbahn XI, Nr. 13, 27. September 1879, S. 75 (Nekrolog); HLS online, Favre Louis; DBA II 355, 78–82; Jung, Escher, S. 594–645, 661–662; Wägli, Favre.

Erwähnungen von Louis Favre | 1826–1879

In Briefen: 134

Briefe von und an Louis Favre | 1826–1879