Navigation

Personen

Lydia Escher | 18581891

Tochter von Alfred und Augusta Escher.

Lydia verlor mit sechs Jahren ihre Mutter. In der Folge sorgten die beiden Grossmütter Lydia und Juliane Charlotte für sie. Lydia wuchs zu einer gebildeten, kulturell interessierten und emanzipierten jungen Frau heran. Sie wurde zur Vertrauten ihres Vaters, auch in geschäftlichen Belangen, und übernahm die Rolle der Hausherrin bei Empfängen. Kurz nach dem Tod Alfred Eschers heiratete Lydia gegen den Willen ihres Vaters 1883 Friedrich Emil Welti, Sohn des Aargauer Bundesrats Emil Welti. Die Affäre Lydias mit dem Künstler Karl Stauffer-Bern und deren gemeinsame Flucht nach Rom veranlasste Vater Welti zu drastischen Massnahmen: Er ordnete die Inhaftierung Stauffers und die Einlieferung Lydias in eine psychiatrische Klinik an. Nach ihrer Scheidung von Friedrich Emil Welti errichtete Lydia 1890 die Gottfried Keller-Stiftung zur Förderung der Schweizer Kunst. Im Dezember 1891 nahm sich die kinderlose Lydia Welti-Escher das Leben.

Vgl. Jung, Lydia Welti-Escher 2009 (Quellen, Materialien).

Erwähnungen von Lydia Escher | 1858–1891

In Briefen: 101

Briefe von und an Lydia Escher | 1858–1891