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Alfred Escher | 18191882

Wirtschaftsliberaler Zürcher Politiker, Jurist und Unternehmer: Grosser Stadtrat von Zürich (1859–1874), Gross- bzw. Kantonsrat (1844–1882, Präsident 1848, 1852, 1857, 1861, 1864, 1868), Erziehungsrat (1845–1855), Regierungsrat (1848–1855, Amtsbürgermeister bzw. Präsident 1849, 1851/52, 1853–1855), Tagsatzungsgesandter (1845, 1846, 1848), eidgenössischer Kommissär im Tessin (1848), Nationalrat (1848–1882, Präsident 1849/50, 1856/57, 1862/63, 1855 verzichtete er auf das Amt), massgeblicher Anteil an der Gründung des Eidgenössischen Polytechnikums in Zürich und Vizepräsident des Schweizerischen Schulrats (1854–1882); Privatdozent an der Universität Zürich für Zivilprozess- und Bundesstaatsrecht (1844–1847); Mitbegründer und Direktionspräsident der Zürich-Bodensee-Bahn (1853), Mitbegründer, Direktionspräsident (1853–1871) und Verwaltungsratspräsident (1872–1882) der Schweizerischen Nordostbahn, Mitbegründer und Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Kreditanstalt (1856–1877, 1880–1882), Aufsichtsrat der Schweizerischen Rentenanstalt (1857–1874), Direktionspräsident und Verwaltungsrat der Gotthardbahn (1871–1878).

Escher studierte Rechtswissenschaft in Zürich, Bonn und Berlin (1837–1842).

Mitglied des Schweizerischen Zofingervereins (Sektion Zürich 1837–1842, Präsident 1839/40; Centralpräsident 1840/41).

Während Jahrzehnten prägte Escher die zürcherische und eidgenössische Politik und hinterliess auch wirtschaftsgeschichtlich tiefe Spuren: Innert weniger Jahre (1852–1857) vermochte er infrastrukturpolitische Meilensteine zu setzen (Eisenbahn-, Bildungswesen, Finanzplatz). Erfolgsentscheidend waren dabei Eschers Durchsetzungsvermögen, sein Beziehungsnetz, das Wirtschaft und Politik miteinander verflocht, und die absoluten Mehrheiten der Liberalen («System Escher»).

Vgl. Jung, Escher; Jung, Aufbruch; Gagliardi, Escher.

Briefe von und an Alfred Escher | 1819–1882