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Korrespondenz: Alfred Escher – Joachim Heer
  • 1820
  • 1830
  • 1840
  • 1850
  • von Joachim Heer, 21. Juni 1860 Schlagwörter: Lukmanierbahnprojekt, Personelle Angelegenheiten, Schweizerische Südostbahn (SOB), Alpenbahn (allgemein), Eisenbahnen Bau und Technik, Bittbriefe (diverse), Schweizerische Kreditanstalt (SKA), Gotthardbahnprojekt AES B1815+
    1860
  • von Joachim Heer, 27. Juni 1863 Schlagwörter: Brand von Glarus (1861), Versicherungswesen, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Landsgemeinde GL, Regierungsrat ZH AES B2009
  • von Joachim Heer, 8. Dezember 1866 Schlagwörter: Wahlen, Bundesrat AES B2179
  • von Joachim Heer, 20. April 1867 Schlagwörter: Bundesrat, Personelle Angelegenheiten, Gesandtschaft in Berlin AES B2194
    1. von Joachim Heer, 19. März 1869 Schlagwörter: Schweizerische Bundesverfassung AES B2304
    2. von Joachim Heer, 23. März 1869 Schlagwörter: Schweizerische Bundesverfassung AES B2305
    3. von Joachim Heer, 1. April 1869 AES B2308
    4. von Joachim Heer, 6. Juni 1869 Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Einladungsbriefe (diverse) AES B2340
    5. von Joachim Heer, 23. Juni 1869 Schlagwörter: Schweizerische Bundesverfassung AES B2346
  • 1870
    1. an Joachim Heer, 17. August 1876 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat, Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Gotthardbahnprojekt AES B8474
    2. von Joachim Heer, 20. August 1876 Schlagwörter: Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Gotthardbahnprojekt, Reisen und Ausflüge AES B2837+
    1. von Joachim Heer, 5. Januar 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Personelle Angelegenheiten, Beschwerdebriefe (diverse), Gotthardbahnkonferenzen AES B2893
    2. von Joachim Heer, 16. Januar 1877 Schlagwörter: Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesgericht, Rechtliches, Schweizerische Nordostbahn (NOB), Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Kommissionen (eidgenössische) AES B2895+
    3. von Joachim Heer, 19. Januar 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat, Gesandtschaft in Berlin, Gesandtschaft in Turin/Florenz/Rom, Vereinigte Bundesversammlung, Gotthardbahnkonferenzen AES B2897+
    4. an Joachim Heer, 24. Januar 1877 Schlagwörter: Bundesrat, Presse (allgemein), Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) AES B8475+
    5. von Joachim Heer, 25. Januar 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bözbergbahn (BöB), Presse (allgemein), Bundesrat, Eisenbahnen Finanzierung, Gesandtschaft in Berlin, Gesandtschaft in Turin/Florenz/Rom AES B2900+
    6. an Joachim Heer, 31. Januar 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) AES B2905
    7. von Joachim Heer, 1. Februar 1877 Schlagwörter: Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt AES B2906+
    8. an Joachim Heer, 2. Februar 1877 Schlagwörter: Bundesrat, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) AES B2911
    9. von Joachim Heer, 14. Februar 1877 Schlagwörter: Schweizerische Nordostbahn (NOB), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Deutscher Reichstag, Gotthardbahnprojekt AES B2913
    10. von Joachim Heer, 18. Februar 1877 Schlagwörter: Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Vereinigte Bundesversammlung, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Diplomatische Aktivitäten, Gotthardbahnkonferenzen, Gotthardbahnprojekt AES B2915+
    11. an Joachim Heer, 19. Februar 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Schweizerische Nordostbahn (NOB), Vereinigte Bundesversammlung, Eisenbahnen Bau und Technik, Gotthardbahnkonferenzen, Gotthardbahnprojekt AES B8476+
    12. an Joachim Heer, 21. Februar 1877 Schlagwörter: Schweizerische Nordostbahn (NOB), Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt, Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion AES B8477+
    13. von Joachim Heer, 29. April 1877 Schlagwörter: Schweizerische Nordostbahn (NOB), Landrat GL, Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur) AES B2969
    14. an Joachim Heer, 30. April 1877 Schlagwörter: Schweizerische Nordostbahn (NOB), Eisenbahnen Finanzierung, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur) AES B8478+
    15. von Joachim Heer, 12. Juni 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur) AES B3001
    16. an Joachim Heer, 9. Juli 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) AES B8479
    17. von Joachim Heer, 21. Juli 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnkonferenzen, Diplomatische Aktivitäten, Gotthardbahnprojekt AES B3010+
    18. an Joachim Heer, 31. Juli 1877 Schlagwörter: Schweizerische Nordostbahn (NOB), Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) AES B8480
    19. von Joachim Heer, 16. August 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat, Regierungsrat BE, Grosser Rat BE, Schweizerische Nordostbahn (NOB), Schweizerische Centralbahn (SCB), Jura Bernois (Bernische Jurabahnen) (JB), Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Gotthardbahnprojekt AES B3016+
    20. von Joachim Heer, 20. August 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Italienisches Parlament, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Lagebeurteilungen (diverse), Kuraufenthalte, Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion AES B3019
    21. von Joachim Heer, 7. September 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat, Gesandtschaft in Berlin, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Regierungsrat BE, Gotthardbahnkonferenzen AES B3035+
    22. von Joachim Heer, 9. Oktober 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Rechtliches, Presse (allgemein) AES B3062+
    23. an Joachim Heer, 10. Oktober 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Eisenbahnen Finanzierung, Rechtliches, Bundesrat, Schweizerische Nordostbahn (NOB) AES B3064+
    24. von Joachim Heer, 11. Oktober 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Rechtliches, Bundesrat, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Gotthardbahnprojekt AES B3066+
    25. an Joachim Heer, 15. Oktober 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Eisenbahnen Finanzierung, Schweizerische Nordostbahn (NOB), Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion AES B3067+
    26. von Joachim Heer, 17. Oktober 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Rechtliches, Eisenbahnen Finanzierung, Schweizerische Nordostbahn (NOB), Tunnelbau, Gotthardtunnel AES B3068+
    27. von Joachim Heer, 11. November 1877 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat, Bundesgericht, Diplomatische Aktivitäten, Personelle Angelegenheiten AES B3078+
    28. an Joachim Heer, 19. November 1877 Schlagwörter: Schweizerische Kreditanstalt (SKA), Rechtliches AES B8481
    1. von Joachim Heer, 5. Januar 1878 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Eisenbahnen Finanzierung, Kommissionen (kantonale), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Gotthardbahnkonferenzen, Gotthardbahnprojekt AES B3091+
    2. von Joachim Heer, 15. März 1878 Schlagwörter: Bundesrat, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Kommissionen (kantonale), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Presse (allgemein), Gotthardbahnprojekt AES B3118+
    3. von Joachim Heer, 15. April 1878 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Eisenbahnen Bau und Technik, Krankheiten, Vereinigte Bundesversammlung, Gotthardbahnkonferenzen AES B3138+
    4. von Joachim Heer, 17. Mai 1878 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Presse (allgemein), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur), Eisenbahnen Finanzierung AES B0085
    5. von Joachim Heer, 10. August 1878 Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Bundesrat AES B3204+
  • 1880
  • o. J.

AES B8478 | LAGL PA 5.C 2:1

In: Jung, Escher Briefe, Band 6, Nr. 21 (dort als Abzug)

Alfred Escher an Joachim Heer, Zürich, Montag, 30. April 1877

Schlagwörter: Eisenbahnen Finanzierung, Schweizerische Nordostbahn (NOB), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochverehrter Herr & Freund!

Gestatten Sie mir, Ihnen vorerst meinen herzliche Freude über die Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes auszusprechen, welche sich mir aus Ihrer geschätzten Zuschrift1, wenn auch nicht direct, so doch indirect kund gab. Erlauben Sie mir aber auch daran die Bitte zu reihen, sich nicht auf einmal zu viel zuzumuthen, haben Sie ja während Ihrer gegenwärtigen Krankheit die Erfahrung gemacht, wie sehr während der Zeit der Reconvalescenz Zurückhaltung geboten ist.

Zu der Angelegenheit übergehend, die Sie in Ihrem Schreiben behandeln, theile ich vollkommen Ihre Anschau| ungsweise, daß die Elemente zu einer Verständigung durchaus vorhanden sind & daß es unter diesen Umständen toppelt beklagenswerth wäre, wenn die Verständigung nicht zu Stande käme. Ich will mich über den bisherigen Gang der Verhandlungen & über die Stellung, welche Glarus dabei eingenommen, nicht aussprechen. Es ist dieß für den Augenblick nicht nöthig & mag daher auf einen gelegeneren Zeitpunct verschoben werden. Nur das muß ich sagen, daß, wenn auch ich unter denen, die warm geworden2, verstanden sein sollte, ich lediglich in dem Bestreben, eine Verständigung mit Glarus herbeizuführen, warm geworden bin. Die Frage, die gegenwärtig zunächst Actualität hat, ist die Frage der Bezalung der mit 1 Mai fälligen Obligation von einer Million Franken.3 In dieser Beziehung kann die N.O.B. sich unmöglich der Gefahr aussetzen, auf der einen Seite die fragliche Million zu| rückzuzalen & auf der andern Seite zu «energischem Weiterbaue», welcher Ausgaben in einem höhern Betrage als in demjenigen einer Million bedingt, verhalten zu werden. Daß die N.O.B. diese Gefahr nicht laufen darf, ist auch die Ansicht des Hrn. Studer4, dessen Glarusfreundliche Gesinnung niemandem besser bekannt ist als Ihnen. Deshalb ist die Rückzalung der sämmtlichen 3 Obligi5 , welche die N.O.B. Glarus schuldet, das mit 1 Mai fällige nicht ausgenommen, in den Bereich der Unterhandlungen über den Fortbau der Linie GlarusLinthal einbezogen worden & muß in diese Unterhandlungen einbezogen bleiben, so lange sie nicht abgebrochen sind. Als abgebrochen werden sie aber weder von uns noch von dem Ctn. Glarus angesehen. Es kann sich also nur darum handeln, die Unterhandlungen, zu deren Gelingen auch nach Ihrer Ansicht die Elemente durchaus vorhanden sind, mit thunlichster Beförderung weiter & zum Ziele zu führen. Da| zu ist eine Conferenz unter Anderwert's6 Leitung der geeignetste & zugleich der einzig mögliche Weg.7 Wir haben uns an Hrn. Anderwert gewendet & die Veranstaltung einer solchen Conferenz nachgesucht. Wir haben Glarus hievon benachrichtigt & dasselbe ersucht, ein gleiches zu thun. Bisanhin hat Glarus weder Ja noch Nein gesagt. Es hat also noch offene Hand. Warum soll es nicht, & zwar ohne Verzug, Ja sagen? Glaubt es sich nicht in der Stellung, dieß ohne eine weitere Anregung zu thun – was mir zwar unverständlich wäre, – so könnte vielleicht Hr. Anderwert gerade durch Sie veranlaßt werden, die Anfrage an Glarus zu richten, ob es mit dem Gesuche der N.O.B. um Veranstaltung einer Conferenz einverstanden sei. Ich denke, Glarus würde eine solche Anfrage nicht im verneinenden Sinne beantworten. So könnte dann das uns vorschwebende & allen Theilen zusagende Schlußergebniß herbeigeführt werden.

Ich erlaube nur noch, bevor ich | schließe, eine Idee zu berühren, welche in Glarus hie & da obzuwalten scheint. Man glaubt, der Canton Glarus sei in einer günstigern Lage, als alle andern Mitcontrahenten der N.O.B., weil er bereits fr. 3,200/m bezalt habe. Er ist aber im Gegentheile deshalb in einer gefährdeteren Stellung & darum um so mehr dabei interessirt, daß ein Arrangement zu Stande komme. Der Canton Glarus läuft nämlich Gefahr, daß er auf dem Gelde, welches er der N.O.B. dargeliehen, einen Verlust mache & daß seine Bahn nicht gebaut werde. Doch Sie wissen das ja viel besser als ich.

Mit den wärmsten Wünschen für Ihre baldige gänzliche Wiederherstellung verbleibe ich in freundschaftlicher Hochachtung

Ihr

Dr A Escher

Zürich
30 April 1877

Kommentareinträge

1 Vgl. Joachim Heer an Alfred Escher, 29. April 1877.

2 «Leider ist man beidseitig zu früh warm geworden – hat sich in einer Art von Ultimatum-Stellung zurückgezogen.» Joachim Heer an Alfred Escher, 29. April 1877.

3Die Nordostbahn verweigerte die am 1. Mai fällige Zahlung zunächst, beschloss dann aber am 15. Mai, sie doch zu leisten. Vgl. Geschäftsbericht VR NOB 1877, S. 21.

4 Heinrich Studer (1815–1890), Kantonsrat und Nationalrat (ZH), Verwaltungsrat der Nordostbahn, Präsident des Bankrats der Zürcher Kantonalbank.

5Neben dem Subventionsanleihen über 1 Mio. Franken, dessen Rückzahlung am 1. Mai 1877 fällig wurde, hatte der Kanton Glarus der Nordostbahn zwei Anleihen über 1,2 Mio. bzw. 1 Mio. Franken gewährt, die am 31. März bzw. am 1. Mai 1878 fällig wurden. Vgl. Bericht VR NOB an GV [30. Juni 1877], Beilage III (S. 3).

6 Fridolin Anderwert (1828–1880), Bundesrat (TG).

7An den Konferenzen zwischen Nordostbahn-Vertretern und Delegierten von Kantonen und Bahnkomitees, die vom 3. bis 5. Mai in Bern unter Anderwerts Leitung stattfanden, nahm Glarus nicht teil. Am 2. Juni hingegen verhandelten Vertreter der Nordostbahn und des Kantons Glarus unter Anderwerts Leitung in Bern. Ergebnis dieser Verhandlung war ein Vertrag, in dem der Abschluss der Bauarbeiten bis am 1. Mai 1879 festlegt wurde. Vgl. Bericht VR NOB an GV [30. Juni 1877], S. 38–39; Geschäftsbericht VR NOB 1877, S. 19–23; Alfred Escher, Georg Stoll und die Rekonstruktion der Nordostbahn, Absatz 8.

Kontexte