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Korrespondenz: Alfred Escher – Gottlieb Koller

AES B8177 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB02_007

Gottlieb Koller an Alfred Escher, Bern, Dienstag, 30. Juni 1874

Schlagwörter: Eisenbahnen Gutachten und Expertisen, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardtunnel, Tunnelbau

Briefe

Schweizerisches
Eisenbahn- & Handelsdepartement.
(Eisenbahnwesen.)
Gotthard-Inspektorat.

Bern, den 30 Juni 1874

HHerrn Präsident Dr Alf. Escher, Zürich

Hochgeachteter Herr!

Sie wünschten in Sachen der Lieferung der geol. Tabellen und Profile Auskunft zu erhalten, ob das Departt nicht einen größern als den im Schreiben vom 15 Juni annähernd berechneten Beitrag liefern könnte & übergeben mir eine Berechnung nach welcher die Mehrkosten für Druck & Papier von 800 Exemplaren auf ca F. 20,000 steigen würden, anstatt F. 17,400 nach der Schätzung des Departements.

Auf Grund Ihrer Preisangaben hat Ihre Verwaltung für ein allfälliges Minimum von 200 Exemplaren unter allen Umständen eine Auslage von ca F. 30000 zu tragen. Selbst wenn Sie nur 100 Ex. erstellen lassen, so ändert sich dieses Resultat sehr wenig. – Die größte Ausgabe fällt auf den Stich & Druck der Profile. Auf diesen beiden Posten sollten aber nach eingezogenen Erkundigungen ca F. 100 zu ersparen sein, d. h. ca F. 6000 auf den ganzen Atlas, ohne deshalb schlechtere Arbeit vorauszusetzen.

Unsere Betheiligung könnte nicht wohl höher gehen als ca F. 20000, da diese Summe auf 8 Jahre vertheilt mehr als die Hälfte des gegenwärtig adoptirten Büdgets für die Druckarbeiten absorbirt. Eher müßte man ganz auf die Vertheilung dieser geolog. Nachweise verzichten. –

Um die jährliche Abrechnung zu erleichtern könnte für jede Tabelle von 4 Seiten ein Durchschnittspreis von 4 cents, für jedes Doppelblatt von 132 cents Länge ein solcher von 30 cents festgesetzt werden, womit Ihnen nach meinem Dafürhalten auch noch ein etwelcher Beitrag an Satz & Stich geleistet würde.

Herr Bundesrath Welti wäre mit einer solchen Proposition von Ihrer Seite einverstanden.

Mit vollkommener Hochachtung

G. Koller Ingr

3 Beilagen.

P. S. Die Kiste mit Ihren Jahresberichten hat sich nun schließlich doch in der Bundeskanzlei vorgefunden. Sie soll von den Bundesweibeln ohne Meldung an den Vorstand (Dr Gisi ) in eine Ecke gestellt worden sein, so daß ihm nichts davon bekannt war!

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