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Bank für Handel und Industrie an Alfred Escher, Darmstadt, Donnerstag, 26. Oktober 1871

Schlagwörter: Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahnprojekt, Rothschild (Bankhaus)

Briefe

BANK FÜR HANDEL UND INDUSTRIE
DARMSTADT1

Gotthard

Darmstadt 26. Oct. 1871.

An die Vereinigung Schweizerischer
Kantone und Eisenbahngesellschaften
zur Anstrebung einer Gotthardbahn
zu Handen des Herrn
NationalrathDr Alfred Escher
Zürich

Wir beehren uns Ihnen hiedurch die Mittheilung zu machen, daß, nachdem nunmehr die italienische und die schweizerische Gruppe ihren Beitritt ins Consortium der Gotthardbahn erklärt haben und nachdem dem deutschen Consortium die Häuser Rothschild & Bleichröder beigetreten sind, auf uns nach Mittheilungen der Discontogesellschaft7% in Berlin.

17% der deutschen Gruppe, sowie ferner aus der Schweizerischen Gruppe nach vorläufigen Mittheilungen der Disconto Gesellschaft noch 7% entfallen, so daß wir im Ganzen mit 24% von 34 Millionen Franken oder mit fs 8,160000.– | in dem rubricirten Geschäft betheiligt sind.

Demnach hätten wir als Kaution ca fs 816000 zu erstellen und erlauben wir uns demgemäß an die Finanzverwaltung des Bundesraths in Bern folgende Effecten, nämlich:

Th 50000.– 5% hess. Ludwigsbahn Prior.
à 100 Th 50,000.–
" 80000.– 5% Frankfurt Hanauer Prior.
à 100 " 80000.–
" 100000.– 4½% Thüringer Actien Lit C
à 94 " 94000.–
mit Th 224000.–

ungefährem Börsenwerth als die von uns zu stellende Kaution zu expediren.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Bank für Handel & Industrie
v Oppenheim
v Mevissen

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1Als Wasserzeichen im Papier.

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