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Doertenbach und Compagnie an Alfred Escher, Stuttgart, Dienstag, 26. September 1871

Schlagwörter: Bundesrat, Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahnprojekt

Briefe

Stuttgart, 26. September 1871

Euer Hochwohlgeboren

Geschätztes Schreiben vom gestrigen Tage hat uns durch seinen entgegenkommenden Inhalt sehr zu Danke verpflichtet und wir beehren uns darauf zu erwiedern, dass wir seither keine Schritte getan haben, um einer der verschiedenen Finanzgruppen für den Bau der Gotthard Bahn beizutreten da wir der Erwartung lebten Näheres über die Entwickelung des Unternehmens von dem Comité zu hören.

Von dem lebhaften Wunsche erfüllt an der Ausführung eines so bedeutenden Unternehmens, dem wir unsere Theilnahme von jeher zugewendet, auch thätig zu seyn, ist uns Ihre gütige Zusage von der Finanz Kombination, für welche sich die Gotthard Vereinigung und der Schweizer Bundesrath erklärt haben wird, eine Betheiligung zu erwirken von größtem Werthe, und wir erbitten für uns die von jeher in Aussicht genommenen Summe von einer Million Franken.

Wir zweifeln nicht, dass es Ihrem gewichtigen Einfluss ge-lingen dürfte unsern Wunsch zur Erfüllung zu bringen, wobei wir ganz einverstanden sind, wenn die Partizipation zu den Orginalbedingungen auch nur eine indirekte ist. | Selbstverständlich übernehmen Sie keine Gewähr für den Erfolg Ihrer Schritte.

Hochgeneigten Nachrichten entgegensehend, bitten wir Euer Hochwohlgeboren, die Versicherung unserer ausgezeichneten Hochachtung zu genehmigen

Doertenbach Hummel

Seiner Hochwohlgeboren Herrn Präsidenten Dr Escher Zürich