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Korrespondenz: Alfred Escher – Karl Schenk

AES B5479 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_007

Karl Schenk an Alfred Escher, Bern, Samstag, 24. Juni 1871

Schlagwörter: Bundesrat, Eisenbahnen Verträge, Staatsverträge, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Bern, d. 24t Juni 1871.

Hochgeachteter Herr,

Mit bestem Dank sende ich nach gemachtem Gebrauche den beiliegenden letzten Bericht des H. v. Gonzenbach d. d. 16t Juni Ihnen zurück. Nach einem diesen Morgen angekommenen Briefe von H. Pioda H. v. Gonzenbach schon vor einigen Tagen abgereist. Im Uebrigen meldet Herr Pioda, daß der Gotthardvertrag zu Anfang der nächsten Woche im Senat zur Berathung aus ganz unzweifelhaft zur Genehmigung kommen werde.

Die nächste Aufgabe, welche mir vorliegt, wird die der Completirung der schweiz. Subvention sein. Ueber das Resultat der früher in Aussicht genommenen, | vom Gotthard comite, glaube ich, theilweise auch ausgeführten Schritte zu besagtem Zwecke – Betheiligung einiger größerer Gemeinden im Canton Tessin, nochmalige Aufforderung an Schaffhausen. . – ist dem Bundesrathe meines Wissens keine weitere Nachricht zugekommen und wir werden wohl in der Lage sein, zunächst das Gotthard comite, um Bericht und gleichzeitig um seine Vernehmlassung anzugehen über die nach seiner Ansicht behufs Beibringung der noch fehlenden 700,000 Fr. zu treffende Maßnahmen. –

Herr Welti und ich haben vom Bundesrath den Auftrag, Ihrer gefälligen Einladung folgend der Eröffnung der Linie RomanshornConstanz beizuwohnen. Sollte ich diesem für mich sonst sehr angenehmen Auftrag nicht Folge leisten können – einer meiner Knaben liegt am Scharlach krank – so bitte ich Sie, mich gütigst entschuldigen zu wollen.

Unterdessen verharre ich mit vorzügl. Hochachtung

Ihr Ergebener

Schenk.

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