Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B4463 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Dienstag, 21. November 1871

Schlagwörter: Bankinstitute, Bundesrat, Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt, Presse (allgemein), Vereinigte Bundesversammlung, Wahlen

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Im Anschluße übermache ich Ihnen hiemit die Rükantwort der Direktion der Diskontogesellschaft in Berlin auf die nach Ihrem Antrage an dieselbe erfolgten Eröffnungen vom 15. dieß. Wie Sie sehen, schließt dieselbe mit der gewünschten Erklärung, es seien die deutschen Bankinstitute & Bankhäuser, welche den Vertrag vom 10. October 1871 abgeschloßen haben, mit unserer Anschauung einverstanden, daß nunmehr dieser Vertrag in allen seinen Theilen abschließlich geordnet anzusehen ist. – Ich setze als selbstverständlich voraus, daß von dieser Erklärung am Protokolle des Gotthardtausschußes Vormerkung zu nehmen sein wird. –

Die Kritik der Wahlen des Bundesrathes in den | Verwaltungsrath der Gotthardtbahn, mit denen einzelne Blätter ihre Spalten füllen, mehr aber noch, was man aus sachbezüglichen Diskußionen unter Mitgliedern der Bundesversammlung vernimmt, übersteigt doch Alles, was ich nur für möglich gehalten. Ich habe nicht geglaubt, daß in diesen Kreisen ein derartiger Klatsch Geschmak finden würde. Das Fatale daran ist die Einwirkung auf weitere Kreise, denen es an Sachkenntniß & selbstständigem Urtheile fehlt. –

Genehmigen Sie bei diesem Anlaße die erneute Versicherung ausgezeichneter Hochachtung

v. Ihrem freundschaftlich ergebenen

J. Zingg.

Luzern d. 21 Nov. 1871. 1

Kommentareinträge

1Nachträgliche Notiz von Eschers Hand: «beantw. 22» .

Kontexte