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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B4250 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Mittwoch, 18. Mai 1870

Schlagwörter: Bundesrat, Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Sie sind ohne Zweifel von den Verhandlungen des Bundesrathes betr. die Mißion des Hrn. Welti nach Berlin unterrichtet. Ueber die Gründe, welche Hrn. W. nachträglich veranlaßten, die Mißion abzulehnen, habe ich durch Hrn. Knüsel die beifolgende Mittheilung erhalten. –

Können wir die Sache so gehen laßen? Es scheint mir in der Situation der Subventionsfrage in Berlin, so weit ich sie kenne, eine emminente Gefahr zu liegen & eine Einwirkung an maß| gebender Stelle in Berlin nothwendig zu sein. Am liebsten würde ich sehen, wenn Sie, verehrtester Hr. Präsident sich entschließen könnten, nochmals sich nach Berlin zu begeben. Neben der Subventionsfrage könnte dann zugleich auch die Finanzkombination wohl zu einem definitiven Abschluße gebracht werden. –

Mit dem erneuten Ausdruke ausgezeichnester Hochachtung verbleibe

Ihr stets ergebener


J. Zingg.

Luzern d. 18. Mai 1870.

In Eile.

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