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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B4222 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Montag, 14. März 1870

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Presse (allgemein), Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Da ich aus den Verhandlungen der dortigen Großrathskommißion über die Gotthardtbahnsubvention entnehme, daß Sie sich wieder in Zürich befinden, beehre ich mich Ihnen im Anschluße ein Schreiben des Hrn. Veladini betr. die Situation in Mailand zur gefälligen Kenntnißnahme mitzutheilen. Es ist mir unbekannt, ob Hr. von Gonzenbach sich bereits in Mailand befindet; ich hoffe übrigens, daß dieß der Fall sei. Dem Hrn. Veladini | habe ich vorläufig einige sachbezügliche Mittheilungen zugehen laßen. –

Aus den Zeitungen (ein etwas einläßlicheres Referat enthielt das gestrige Tagblatt v. Luzern) werden Sie ersehen haben, daß Hr. Dr. Segeßer neuerdings einen Anlauf genommen hat, unsere Subvention in Frage zu stellen. Die luz. Subvention für zwei drei Monate als zweifelhaft erscheinen zu laßen, war die offenbare Tendenz der Motion & ich mußte daher der anscheinend so natürlichen Forderung zu einem | schriftlichen Bericht über die Sachlage entgegentreten. Sie bot uns hinwieder erwünschten Anlaß, unsere Competenz zur Ausstellung des Verpflichtungsaktes noch formell sanktioniren zu laßen. –

Nach Mittheilungen des Hrn. Landammnn Dr. Etlin steht die Subventionsfrage in Obwalden sehr zweifelhaft.

In ausgezeichneter Hochachtung verbleibe

Ihr freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 14 März 70.