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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B4090 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Alfred Escher an Josef Zingg, Belvoir (Enge, Zürich), Samstag, 31. Oktober 1868

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Krankheiten

Briefe

Hochgeachteter Herr Schultheiß!

Die HH. Koller & du Coster haben mir die beiliegende Denkschrift mit dem Ansuchen übergeben, dieselbe, nachdem ich Kenntniß devon genommen, Ihnen übermitteln & Sie hinwieder darum angehen zu wollen, die Denkschrift nach gemachtem Gebrauche Hernn Bürgermeister Stehlin zuzustellen. Ich entspreche anmit dem an mich gerichteten Ansuchen.

Es kam mir vor, daß mehrere Mitglieder des Gotthardausschusses die Verstaltung einer Sitzung wünschen, um die gegenwärtige Situation der Alpenbahnfrage zum Gegenstande einer Berathung zu| machen. Ich wollte nicht unterlassen, Ihnen von diesem Wunsche Kenntniß zu geben, & erkläre mich meinerseits bereit, einer sochen Sitzung anzuwohnen. Zwar habe ich in diesem Augenblicke noch Hausarrest in Folge eines schon seit 14 Tagen andauernden Unwohlseins nervoser Natur. Ich hoffe indessen bald wieder von diesem Uebel genesen zu sein & mich zu Ihrer Verfügung stellen zu können.

Es wird mich sehr freuen, auf diesem Wege Gelegenheit zu finden, wieder einmal nach so langer Trennung mit Ihnen zu sammen zu treffen.

Genehmigen Sie, hochgeachteter Herr Schultheiß! die Versicherung ausgezeichneter Hochachtung von

Ihrem freundschaftlich ergebenem

Dr A Escher.

Belvoir 31. Octr 1868.