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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3988 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Sonntag, 21. Oktober 1866

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Krankheiten

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Eben mit dem Gedanken beschäftigt, Sie in den nächsten Tagen zu Montreux zu besuchen, erhielt ich gestern Abend Ihre so freundlichen Zeilen vom 19. dieß, die ich Ihnen auf das herzlichste verdanke. Leider ist seither bei meinem alten Brustleiden ein Rükfall eingetreten, der alle Pläne durchkreuzt & mich wenigstens für einige Tage zur möglichsten Ruhe nöthigt.

Ich muß mich daher für heute auch auf diese wenigen Zeilen beschränken, | mit denen ich Ihnen übermittle:

1. eine Zuschrift des Hrn. Veladini vom 17 d., welche unsern Wünschen entspricht &

2. die Uebersetzung eines Briefes v. Hrn. Folwer, der seine Hieherkunft anzeigt & den 30 8br mit dem Gotthardtkomite in Rüksprache zu treten wünscht.

Im Ungewißen, ob es Ihnen wie mir möglich sein wird, die Hrn. aus London zu empfangen & der gewünschten Conferenz beizuwohnen, gedenke ich die HHrn. Dir. Schmidlin & Bürgermeister Stehlin zu ersuchen, die Eröffnungen des Hrn. Fowler, | allein oder in Verbindung mit den übrigen Mitgliedern des Ausschußes entgegennehmen zu wollen. Inzwischen habe ich Hrn. Burkhardt-Sarasin um Erkundigungen betreffend den Hrn. «Baxter» angegangen. –

Wollen Sie es gütigst entschuldigen, wenn ich für heute mit dieser kurzen Kenntnißgabe schließe & die erneute Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung genehm halte

Ihr freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 21. 8br 66.