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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3877 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Mittwoch, 3. Januar 1866

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Ich gebe mir die Ehre Ihnen hiemit nebst einem Berichte des Hrn. Landammann Styger über die Verhandlung der Suventionsfrage in Schwyz eine an den Ausschuß gerichtete Zuschrift des Hrn. N.R. Feer-Herzog be treffend seine Wahrnehmungen im Elsaß & in Paris mitzutheilen. Ich werde selbstverständlich nicht ermangeln Hrn. Feer zu der Ausschußsitzung, welche voraussichtlich demnächst stattfinden wird, einzuladen, um ihm Anlaß zu geben, Weiteres mündlich | mitzutheilen & an der Besprechung über die in Beziehung auf eine französische Subvention zu faßenden Entschließungen Theil zu nehmen. –

Das Material für die Regulirung unsrer Finanzangelegenheiten ist nun ziemlich vervollständigt. Die HH. Studer & Bekh haben ebenfalls geantwortet. Letzterer beschränkt sich wie Hr. Gerwig darauf, die Zahl der für die Expertise ver wendeten Tage (413) anzugeben. Ich gewärtige nur eine Mittheilung des Hrn. Vigier (dem der vorgeschlagene Tag nicht convenirte)-, um die Commißions sitzung zur Berathung der Anträge an den Ausschuß abzuhalten. – |

Es wäre mir angenehm, wenn Sie die Güte haben würden mir mitzutheilen, auf welchen Zeitpunkt Ihnen sodann eine Sitzung des Ausschußes gelegen wäre.

Es will mir scheinen, daß wir, nachdem nunmehr das italienische Ministerium rekonstituirt ist & Jacini in seiner Stellung bleibt, die Thätigkeit nach allen Richtungen verdoppeln sollten, um zu einem endlichen Entscheide zu gelangen. –

Mit den wärmsten & herzlichsten Glükwünschen zum neuen Jahre ver bleibe ich in ausgezeichneter Hochachtung

Ihr stets freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 3. Jan. 1866.