Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3858 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Mittwoch, 15. November 1865

Schlagwörter: Eisenbahnstrecken Konzessionen, Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Empfangen Sie meinen besten Dank für die Mittheilungen, welche Sie mir mit Ihrer verehrlichen Zuschrift v. 13. d. zu machen die Güte gehabt haben. Ich habe mit lebhaftem Intereße von der Depesche Kollers an Hrn. Feer, sowie von der Correspondenz mit Hrn. v. Peyer in der Teßiner Conceßionsangelegenheit Kenntniß genommen. –

Hr. Koller ist gestern Abend zurükgekehrt. Er bestätigt die günstigen Dispositionen für den Gotthardt; ohne die deutschen Subventionen werde aber Jacini den Gotthardt nicht vorschlagen.|

Wie Sie aus dem beifolgenden Briefe des Hrn RR. Zürcher entnehmen wollen, steht es mit der Subventinsangelegenheit in Zug nicht glänzend. Wenn der Gegenstand an einer Großrathskommißion gewiesen wird, so dürfte es nicht überflüßig sein, wenn möglich noch mit dieser Commission in Verkehr zu treten. 300.000 fs. v. Zug sind doch gar zu sehr außer allem Verhältniß zu der ehrenwerthen Betheiligung von Uri. –

Darf ich Sie bitten, es mir anzuzeigen, sobald Sie wieder eine Ausschußsitzung für wünschbar erachten.

Indem ich Ihnen die gefälligst übermittelten Correspondenzen, die Ihnen ein schönes Stük Arbeit ver| ursacht haben müßen, unter bester Verdankung wieder zugehen laßen, benutze ich diesen Anlaß, Sie neuerdings meiner ausgezeichnetsten Hochachtung zu versichern.

Ihr freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 15 Nov. 1865.