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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3847 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Alfred Escher an Josef Zingg, Zürich, Samstag, 21. Oktober 1865

Schlagwörter: Eisenbahnen Finanzierung, Gotthardbahnprojekt, Grosser Rat SH, Regierungsrat SH, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeachteter Herr Schultheiß!

Ich bin ganz damit einverstandden, daß die Frage, ob ein Schrift gegenüber von Bern gethan werden soll, zum Gegenstande der Berathung des Gotthard ausschusses gemacht werde: ich glaube aber, daß große Vorsicht in dieser Richtung nothwendig ist. Wenn sich die Dinge so gestalten, daß wir weder des Geldes noch der Stimmen Bern's bedürfen, so wird man sich jedenfalls sehr zu besinnen haben, bevor man, um Bern zu gewinnen, unverhältnißmäßige Opfer bringt.

In Beilage beehre ich mich, Ihnen den Brief Styger's zurückzusenden. Ich | finde, es sollte gegenüber von Schwyz an den 1¼ Mill. festgehalten werden & ich möchte sehr dazu rathen, daß Sie Hrn. Styger in diesem Sinne antworten würden. Wenn Uri 1 Mill. beiträgt, so ist der Ansatz von 1¼ Mill. für Schwyz nichts weniger als überspannt. Wenn Schwyz eine Localbahn hätte erstellen wollen, wie vor 2 Jahren davon die Rede war, so hätte es jedenfalls mehr als 1¼ Mill. dazu beitragen müssen: soll es nun weniger geben, weil es sich um eine internationale, also um eine viel vollkommnere Bahn handelt?!

Hrn. Dir. Widmer werde ich gemäß Ihrem Wunsche mit der Einladung des Ausschusses auf künftigen Mitwoch beauftragen.

Die Regg von Schaffhausen hat sich | nunmehr dazu herbeigelassen, dem Gr. Rathe fr. 400/m Subvention statt bloß 300/m zu beantragen.

In ausgezeichneter Hochachtung

Ihr freundschaftlich ergebener

Dr A Escher

Zürich 21 Oct. 65, Abends 10 Uhr

Kommentareinträge

Nachträgliche Notiz oben rechts auf Seite 1 von dritter Hand: «21 8b 65.»

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