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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3753 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Mittwoch, 15. Februar 1865

Schlagwörter: Eisenbahnen Gutachten und Expertisen, Gotthardbahnprojekt

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Ich habe die Ehre, Ihnen in Anlage wieder ein Schreiben des Hrn Koller zu übermachen, in welchem mehrere Mittheilungen von Intereße ent halten sind. Die Nachrichten über den trostlosen Zustand der Londoner-Gesellschaft für die teßinischen Bahnen dürften eine besondere Beachtung verdienen. Was wird & soll geschehen, wenn die Unternehmung zusammenbricht?

Mit Bedauern entnehme ich aus dem Briefe des Hrn. Koller, daß er genöthigt ist, auf Ende dieß für | einige Woche heimzukehren, indem es mir scheint, daß Hr. Koller durch die angeknüpften vielen Beziehungen nun gerade in der besten Position wäre, für den Gotthardt wirken zu können. Wenn sich nun aber Hr. Koller nicht von der einsweiligen Heimkehr dispensiren kann, so sollten wir wohl bald eine Sitzung halten, um die Anstellung des Hrn. Müller zu besprechen.

Indem ich Ihnen noch den Empfang Ihrer geschätzten Zuschrift vom 12. d. anzeige & Ihnen mittheile, daß ich mit Ihrem Vorschlage in Betreff der Vervielfältigung der Pläne mit dem Wetlischen Projekte ganz ein | verstanden bin & die entsprechenden Aufträge ertheilt habe, benutze ich diesen Anlaß, Sie neuerdings meiner ausgezeichneten Hochachtung zu versichern.

Ihr ganz ergebener

J. Zingg.

Luzern d.15 Feb. 1865.