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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3737 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_054

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Sonntag, 15. Januar 1865

Schlagwörter: Bülach-Regensberg-Bahn (BRB), Eisenbahnen Gutachten und Expertisen, Gotthardbahnprojekt, Splügenbahnprojekt

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Empfangen Sie meinen besten Dank für die Mittheilungen, welche Sie mir mit Ihrer verehrlichen Zuschrift von gestern haben zugehen laßen. Ihrem Wunsche gemäß stelle ich Ihnen hiemit den Kostenvoranschlag für die BülachRegensberger-Bahn wieder zurük. –

Gleich nach meiner Rükkehr von unsrer Commißionssitzung in Olten habe ich mich zum Zweke der Ver vollständigung des Materials betreffend die Kosten des Schnee bruches am Gotthardt einerseits an Hrn. Landammann Müller, anderseits an Hrn. Bundesrath Knüsel gewandt.|

Von Altorf sind heute bereits die Schneebruchrechnungen von 1843-1846 eingelangt; von Bern erwarte ich auf Morgen Mittheilungen. – Eine Vergleichung der Schneebruch kosten am Gotthardt mit denjenigen am Splügen scheint mir ebenfalls sehr wünschenswerth zu sein & ich habe deshalb sofort an Hrn. B.R. Knüsel geschrieben, damit er mir wo möglich das erforderliche Material verschaffe. –

Die Zusammenstellung des Ergebnißes des vorhandenen & allfällig noch beizubringenden Materials werde ich beförderlich an die Hand nehmen.

Ich gebe mir die Ehre, diesen Zeilen einen Brief des Hrn. Koller beizu schließen, den ich heute erhalten habe. Sie werden wohl die Güte|

haben, durch das Generalsekretariat dem Hrn. Koller sobald als möglich einige 1 gedrukte Exemplare des techn. Gutachtens, oder wenigsten der ersten Bogen desselben zugehen zu laßen. –

Ueber die Frage, ob es jetzt schon an der Zeit ist, die populären Brochuren erscheinen zu laßen, wie Hr. Koller es wünscht 2 , bin ich etwas im Zweifel. Wenn Sie damit einverstanden sind, werde ich vorläufig bei Hrn. Cattaneo anfragen, wie es mit seiner Arbeit steht, obschon ich vermuthe, er werde wohl die Mittheilung des technischen Gutachtens abgewartet haben.

Eine Berichtigung der irrigen Angaben im Bund dürfte meines Erachtens wohl am besten durch Hrn. Bekh erfolgen. 3

In ausgezeichneter Hochachtung verbleibe

Ihr freundschaftl. ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 15. Jan. 1865.

Kommentareinträge

1Zeile nachträglich von Eschers Hand mit Bleistift markiert.

2Zeile nachträglich von Eschers Hand mit Bleistift markiert.

3Zeile nachträglich von Eschers Hand mit Bleistift markiert mit Notiz: «hW. no 9. 7 Janre » .