Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3696 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_053

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Montag, 31. Oktober 1864

Schlagwörter: Eisenbahnen Gutachten und Expertisen, Gotthardbahnprojekt

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Indem ich Ihnen Ihre gestrige telegraphische Mittheilung verdanke, erkläre ich mich jederzeit zur Verfügung, sobald Sie den Besuch in Bern für geeignet erachten. Sollte es Ihnen möglich sein, mir den Zeitpunkt etwelche Tage vorher anzuzeigen, so wäre mir dieß willkommen.

Hr. Ingenieur Koller meldet mir, daß Hr. Wetli ihm in Sachen seines Berichts geschrieben & daß er ihm sofort die nöthige Auskunft gegeben habe. Hr. Koller hält dafür, es sollte Wetli auch der Bericht der HH. Bekh | und Gerwig mitgetheilt werden, um Wiederholungen etc. zu vermeiden. Ich wäre meinerseits damit einverstanden. Daß die Wetlische Darstellung nicht in eine Kritik des Projekts der HH. Bekh & Gerwig ausarten dürfe, habe ich Hrn. Koller schon früher bemerkt. – Letzterer theilt mir auch mit, daß er Morgen (Dienstag) nach Zürich kommen werde, um mit Hrn. Bekh bezüglich der Lithographien zu conferiren; seit 14 Tagen habe er von Hrn. Bekh nichts mehr zurük erhalten. Es scheint wirklich sehr wünschenswerth, daß die Herrn Techniker dazu gebracht werden, sich etwas beßer zu verstehen. –|

Mit dem erneuten Ausdruke ausgezeichnetster Hochachtung verbleibe

Ihr freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 31 8b 1864.

P. S. Heute erhielt ich von einem nahen Verwandten des Hrn. Schindler die Mittheilung, daß derselbe alle Hoffnung habe, eine außergerichtliche Liquidation vornehmen zu können.