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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3608 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_053

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Samstag, 5. März 1864

Schlagwörter: Alpenbahn (allgemein), Eisenbahnen Gutachten und Expertisen, Presse (allgemein), Schweizerische Kreditanstalt (SKA)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Ich habe mit der Beantwortung Ihrer verehrlichen zwei letzten Zuschriften bis heute zugewartet, in der Hoffnung heute in der Lage zu sein, Etwas Näheres über die Anträge des Hrn. Bundesrath Schenk mittheilen zu können. Da aber der erwartete Brief noch ausgeblieben, will ich nicht länger säumen, Ihnen den gefälligst mitgetheilten Brief des Hrn. Bundes rath Schenk, von dem ich gerne Kennt niß genommen, wieder zurükzu stellen. |

Die Antwort, welche Sie Hrn. Schenk in Beziehung auf das Gutachten der HH. Bekh & Gerwig ertheilt haben, scheint mir durchaus den Rüksichten entsprechend, die wir gegenüber unserm gewesenen Collegen & dem jetzigen Chef des Departements, welchem die Vorberathung in der Alpenbahn frage zukommt, zu beobachten haben.

Für Ihre gefälligen Aufschlüße betreffend die Creditanstalt bin ich Ihnen zum freundlichen Danke verpflichtet. Das rasche & kräftige Einschreiten gegen den angekauften auswärtigen «Plunder» (Ausdruk des Correspondenten der Baslernachrichten)| hat auf mich nur einen guten Eindruk gemacht; es ist meines Erachtens am besten geeignet, das Vertrauen bald wieder zu beleben. Daß das Meinige sich durch die Panique noch nicht erschüttern ließ, mögen Sie daraus entnehmen, daß ich vor Erhalt Ihrer geschätzten Zeilen einige Aktien kauften. –

Genehmigen Sie bei diesem Anlaße die erneute Versicherung ausge zeichneter Hochachtung von

Ihrem freundschaftl. ergebenen

J. Zingg.

Luzern d. 5. März 1864.