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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3601 | SBB Historic VGB_GB_SBBGB01_053

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Montag, 22. Februar 1864

Schlagwörter: Eisenbahnen Bau und Technik, Krankheiten

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident!

Soeben erhalte ich von Hrn. Bundesrath Knüsel die Mittheilung, daß er durch ein Unwohlsein, das ihn an das Haus & theilweise das Bett feßelte, verhindert werden sein früher zu schreiben.

Herr Schenk hat das Schmerzenskind noch nicht zur Welt gebracht, aber arbeitet, wie mir Hr. Knüsel mittheilt, thätig an einem umfaßenden Bericht an den Bundesrath, der mit ganz entsprechenden Anträgen schließen soll. Herr Schenk hat Hrn. Knüsel ersucht mir zu sagen, man möchte wegen dieser kurzen Verzögerung nicht ungeduldig werden; es sei ihm nicht möglich gewesen die Sache mehr zu beschleunigen.

Wie Ihnen bekannt ist, hat das Departement des Innern den Hrn. Ingenieur Kohler nach Teßin gesandt, um den Stand der dortigen Erdarbeiten zu konstatiren. Hr. K. soll nun berichten, daß | die Erdarbeiten ernstlich begonnen seien. Was den finanziellen Ausweis der Comp. Sillar anbetrifft, so werden Sie inzwischen durch Hrn. Pioda vernommen haben, daß Sillar im Stande sein soll, sich genügende Ausweise zu verschaffen, wenn ihm noch einige Zeit gegeben werde. Hr. Knüsel bemerkt mir, daß der Bundesrath gerne noch etwelche Frist gewähren werde, wenn nur die Sache in Ordnung komme. –

Genehmigen Sie bei diesem Anlaße die erneute Versicherung ausgezeichneter Hochachtung von

Ihrem freundschaftl. Ergebenen

J. Zingg.

Luzern d. 22 Feb. 1864.