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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3213 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#569*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 379

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Donnerstag, 24. Oktober 1878

Schlagwörter: Bundesrat, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Rechtliches

Briefe

Gotthardbahn.
DIRECTION.

Luzern den 24. October 1878.

Hochverehrter Herr Präsident!

Im Anschluße übersende ich Ihnen hiemit einen Probedruk unserer Rükäußerung1 auf die Antwort Hellwags2 zur gefälligen Durchsicht. Sollten Sie finden, daß das Einte oder Andere weggelaßen oder modificirt werden dürfte, so werde ich Ihnen für die gefällige Mittheilung3 Ihrer Ansichten oder Redaktionsverbeßerungen sehr dankbar sein.

Ich werde Ihnen sodann heute oder Morgen eine Abschrift der Eingabe übermachen, welche Hellwag unter dem 15. d. an den Bundesrath gerichtet & welche uns gestern das Eisenbahndepartement zur «beförderliche Rükäußerung» übersandt hat.4 Ich gedenke übrigens mit dieser Rükäußerung nicht | zu sehr zu eilen. Es will mir scheinen, es wäre äußerst wünschenswerth, wenn Sie in nächster Zeit einmal mit Hrn. Bundesrath Welti (der meines Wißens noch in Baden weilt)5 Rüksprache nehmen würden6, damit im Bundesrath gegenüber diesen Hellwag'schen Schnekentänzen die rechte Sprache geführt wird. –

Sofern Ihnen der Entwurf unserer Rükäußerung, oder die vorerwähnte Eingabe Hellwags an den Bundesrath eine mündliche Besprechung zwischen uns wünschbar machen sollte, so stelle ich mich Ihnen jederzeit zu Ihrer Verfügung.

Genehmigen beinebens die erneute Versicherung ausgezeichneter Hochachtung

v. Ihrem freundschaftlich ergebenen

J. Zingg.

HHrn. Präsident Dr. A. Escher

in Zürich.

Kommentareinträge

1Beilage nicht überliefert. – Es handelt sich um folgende Publikation: Direktion GB, Hellwag. Vgl. Josef Zingg an Alfred Escher, 22. November 1878; Josef Zingg an Alfred Escher, 17. Oktober 1878; Die Rekonstruktion der Gotthardbahn, Absatz 42.

2Gemeint ist Hellwags Antwort auf den Bericht der Direktion der Gotthardbahn-Gesellschaft. Vgl. Hellwag, Gotthardbahn; Josef Zingg an Alfred Escher, 29. September 1878.

3Brief nicht ermittelt.

4 Hellwag bat den Bundesrat mittels einer Eingabe vom 15. Oktober 1878 um Intervention zur Beilegung seiner Differenzen mit der Direktion der Gotthardbahn-Gesellschaft. Der Eingabe legte er seine Antwortschrift bei. Vgl. Prot. BR, 26. November 1878.

5 Welti scheint im Herbst 1878 gesundheitliche Probleme gehabt zu haben und war daher vermutlich einige Zeit zur Kur in Baden. Emil Welti an Alfred Escher, 17. September 1878.

6Der entsprechende Brief Escher an Welti konnte nicht ermittelt werden, jedoch liegt der Antwortbrief Weltis vor. Emil Welti an Alfred Escher, 12. November 1878.