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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B3175 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 356

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Mittwoch, 3. Juli 1878

Schlagwörter: Demissionen, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB)

Briefe

Hochverehrter Herr und Freund

Ich habe den Entwurf1, den ich wieder beilege nur einmal gelesen, bin aber ganz darüber im Klaren, dass daran nicht ein Jota zu ändern ist. Die Erklärung ist Ihrer würdig und wird auch auf die Gegner ihren Eindruck nicht verfehlen, wie das | übrigens schon bei Ihrem Briefe vom 30. April der Fall war. Das schweizerische Publikum wird sich bei Ihrer Antwort daran erinnern, dass es unter dem Haufen von Tröpfen noch Männer giebt.

Was der gethane Schritt Sie kostet weiss niemand besser als ich und wenn ich mich darüber trösten kann | dass ich Sie dazu veranlassen musste, so danke ich es der Überzeugung dass unsere Achtung und Freundschaft darunter nicht gelitten hat.

Ihr

E Welti

Bern den 3. Juli 1878.

Kommentareinträge

1Gemeint ist der Entwurf für das Rücktrittsgesuch vom 2. Juli, das Escher in der NZZ vom 5. Juli 1878 als Abschiedsbrief veröffentlichte. Vgl. NZZ, 5. Juli 1878; Alfred Escher an Verwaltungsrat Gotthardbahn, 2. Juli 1878.