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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B3163 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

Emil Welti an Alfred Escher, s.l., Donnerstag, [30. Mai 1878]

Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Krankheiten, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeehrter Herr und Freund

Vor allem spreche ich die Hoffnung aus es möge mein Besuch für Sie keine üblen Folgen gehabt haben und Ihre Genesung den besten Fortgang nehmen. Leider ist Herr Heer wegen Verstauchung des Fussgelenkes seit zwei Tagen im Bett und wird wohl vor Ende nächster Woche dasselbe nicht verlassen.|

Ich habe gestern und heute sehr einlässliche Besprechungen mit ihm gepflogen, bei denen wir dahin übereinkamen die Beschlussfassung in Gotthard sachen auszusetzen bis die fortfait Angebote vorliegen und bis dorthin auch die Expertise nicht abzuschliessen. Wie Sie wohl wissen sind die Experten auf die Linie verreist und werden erst morgen zurückkommen.

Mit Herrn Schenk habe ich die | Verschiebungsfrage heute auch besprochen und mich seiner Zustimmung versichert. Über die Frage wie die eidgenössische Subvention aufzubringen sei habe ich mit Herrn Heer ebenfalls gesprochen. Derselbe ist aber noch zu keinem Entschlusse gekommen; vorläufig hält er dafür es sollten die Obligationen für das Plus eintreten, das sich aus der Expertise ergeben werde. Die zu erwartenden Angebote würden auch in diese Frage | Klarheit bringen. Mit Herrn Anderwert habe ich noch nicht sprechen können; derselbe ist seit zwei Tagen abwesend; wo weiss ich nicht.

Über die Frage Ihres Verbleibens habe ich Herrn Heer ganz einlässliche Mittheilung gemacht; er theilt die Ansicht, die ich Ihnen aussprach und hat mich förmlich ermächtigt es Ihnen zu sagen.

Nach Rückkunft der Experten schreibe ich wieder.

Ihr

E Welti

Kommentareinträge

Datierung gemäss Archivnotiz. – Nachträgliche Notiz oben rechts auf Seite 1 von dritter Hand mit Bleistift: «30 Mai 1878.»

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