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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B3154 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 348 | Gagliardi, Escher, S. 644–645 (auszugsweise)

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Montag, 20. Mai 1878

Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochverehrter Herr und Freund

Ich kann es nicht über mich bringen wenigstens einige Worte an Sie zu schreiben. Über die unglücklichen Folgen des gestrigen Tages mache ich mir kein Hehl und ich will den Schmerz auch nicht verbergen, den ich empfinde. Aber nie mehr als heute habe ich | es mir zur Ehre angerechnet an dem grossen Werke, soviel in meinen Kräften stand, mitgearbeitet zu haben. Diese Ehre schützt Sie in ungleich höherem Masse und wenn es daher auch dem Neid und der Niederträchtigkeit gelungen ist unsere Hoffnungen zu zerstören, so sollen sie uns jedenfalls nicht muthlos und verzagt finden. Ich gehe der Zukunft | ruhig entgegen; wir haben uns dessen was wir gethan u gewollt haben nicht zu schämen.

Von Herzen

Ihr

E Welti

Bern
20. Mai 1878.

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