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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3141 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#569*

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Donnerstag, 18. April 1878

Schlagwörter: Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Grosser Rat SZ, Vereinigte Bundesversammlung

Briefe

Hochverehrter Herr Präsident!

In Folge Ihres mir durch Hrn. Schweizer ausgedrükten Wunsches habe ich, diesen Morgen Hrn. Nationalrath Vonmatt um eine Besprechung ersucht. Leider war derselbe verreist. Da mir gemeldet wurde, daß er erst Abends spät zurükkehren werde, habe ich ihm ein Billet zugestellt, worin ich ihn ersuchte, beförderlich in bezeichnetem Sinne sich verwenden zu wollen. –

Vielleicht intreßirt Sie die beifolgende Correspondenz mit Hrn. v.Hettlingen,| welche theilweise denselben Gegenstand betrifft. Ich hatte nämlich vor etwa 10 Tagen, als ich den bekannten Beschluß der graubündtnerischen Standeskommißion gelesen, Hrn. Hettlingen den Gedanken nahe gelegt, ob es sich nicht empfehlen würde, daß gegenüber dem Vorgehen der Reg. v. Graubündten, welche offenbar einen moralischen Druk auf die Bundesversammlung ausüben wolle, irgend eine Kundgebung der Regierung v. Schwyz im entgegengesetzten Sinne erfolge oder in Anregung| gebracht werde. Darauf antwortete Hr. Hettlingen mit den beifolgenden Zeilen v. 15. dieß. Die Station Steinen scheint die Gemüther in Schwyz mehr zu präoccupiren, als der Bau der GB. durch das ganze schwyzerische Gebiet! Gerade wie in Luzern sich kleinliche Intereßen um die Sitzfrage gruppiren. –

Ueber die unglaubliche Haltung Arnolds im Landrathe v. Uri kein Wort.

Mit dem herzlichen Wunsche, daß Ihre Gesundheitsverhältniße doch bald sich beßern möchten, verbleibe

Ihr stets ergebener

J. Zingg.

Luzern d. 18 April 78.