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Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B3134 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#569*

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Mittwoch, 10. April 1878

Schlagwörter: Absagebriefe (diverse), Eisenbahngesellschaften Krise/Rekonstruktion, Gotthardbahnprojekt, Krankheiten

Briefe

Luzern, d. 10. April 1878.

Hochverehrter Herr Präsident!

Ich leide seit Anfang dieser Woche wieder an einem so heftigen Ohren- & Gesichtsschmerz, daß ich nicht daran denken kann, an die Morgen beginnenden Eisenbahnkonferenzen nach Zürich zu kommen. Der Arzt verlangt, daß ich das Zimmer hüte. Ich habe daher den Hrn. Düggeli beauftragt, uns an der Conferenz in den das Tarifwesen beschlagenden Fragen zu vertreten. –

Es thut mir sehr leid, dass ich nun gehindert bin, mit Hrn. Heusler im Sinne | unserer Correspondenz über sein Memorial zu sprechen. Ich ersuchte ihn nun heute brieflich, z. Z. von einer Publikation der Arbeit, welche im gegenwärtigen Stadium der Rekonstruktion nur schaden könnte, Umgang nehmen zu wollen. Sodann habe ich noch an Hrn. Präsident V. Vischer die Bitte gerichtet, in gleichem Sinne einwirken zu wollen, sofern dieß etwa noch nöthig sein sollte.

In drei bis vier Tagen hoffe ich wieder hergestellt zu sein. Inzwischen verbleibe in ausgezeichneter Hochachtung

Ihr freundschaftlich ergebener

J. Zingg.

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