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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B3075 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Samstag, 3. November 1877

Schlagwörter: Deutscher Bundesrat, Deutscher Reichstag, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt, Staatsverträge, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeehrter Herr u Freund

Vor Postabgang theile ich Ihnen den Wortlaut der eben erhaltenen Depesche mit. Roth berichtet:

«Erhalte so eben vertrauliche Mittheilung vom ausw. Amt, Röder sei ermächtigt worden Ihnen Erklärung abzugeben, dass Deutschland bereit ist, auf Grundlage Luzerner-Vorschläge mit 42 u 48 (?) in Verhandlungen über eine Übereinkunft wegen Bewilligung einer weitern Subvention einzutreten und eine solche Übereinkunft nach zuvor einzuholender Zustimmung des Bundesrathes u unter Vorbehalt der Ratifi| cation des Reichstages abzuschliessen. Die Verpflichtung zu weiteren Leistungen wird aber an die Bedingung geknüpft, dass die Herbeischaffung der ausser der Subvention erforderlichen Mittel von der Gesellschaft sichergestellt werde. Auch wird Zustimmung zu dem abzuschliessenden Vertrage davon abhängig gemacht, dass die Verständigung mit den bei der ersten Subvention betheiligten, deutschen Staaten u Eisenbahnverwaltungen über verhältnissmässige Betheiligung an der NachtragsSubvention zu Stande komme.»

Die Worte «mit 42 u 48» verstehe ich nicht. So sind wir doch wieder einen Schritt weiter.

Ihr

E Welti

Bern 3. Nov. 1877

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