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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Gottlieb Arnold-Baur

AES B2940 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#76*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 279 | Jung, Aufbruch, S. 296

Johann Gottlieb Arnold-Baur an Alfred Escher, Zürich, Montag, 26. März 1877

Schlagwörter: Eisenbahnen Finanzierung, Eisenbahngesellschaften Aktionärsbriefe, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnprojekt

Zürich 26. März 1877.

Hochgeehrter Herr!

Entschuldigen Sie gefl., wenn ich mir erlaube, mit einigen Zeilen Sie zu belästigen.

Ich habe s. Zt. meine unter großen Entbehrungen gemachten Ersparnisse in Gotthardbahn Aktien angelegt, in der Hoffnung, mit denselben eine sichere Reserve für die Erziehung der Kinder zu haben. Leider bin ich nun in Folge der Entwerthung dieses Papiers1 in einer peniblen Situation, deßhalb Sie anzufragen mir erlaube, ob ich nach Ihrem Dafürhalten fragl. Aktien noch zurückhalten & wenn möglich auch die fernern Einzahlungen riskiren oder aber zum gegenwärtigen, wenn auch für mich sehr empfindlichen Cours absetzen soll.

Durch ihren gefl. Rath, der mir einzig noch maßgebend sein wird, würden Sie mich & meine Familie zu größtem Danke verpflichten.

Ihr hochachtungsvoll ergebener

J. G. Arnold

Gerechtigkeitsgasse 17.

Kommentareinträge

1Der Geldkurs der Gotthardbahnaktie notierte am 26. März 1877 in Zürich bei Fr. 227.50. Vgl. NZZ, 27. März 1877. – Eine grafische Darstellung zur Entwicklung des Aktienkurses der Gotthardbahn-Gesellschaft von 1874 bis 1882 findet sich in Jung, Escher. Vgl. Jung, Aufbruch, S. 294.

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