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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2882 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Sonntag, 19. November 1876

Schlagwörter: Bundesrat, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), Gotthardbahnkonferenzen, Gotthardbahnprojekt, Vereinigte Bundesversammlung, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Verehrtester Herr und Freund

Ich benutze die Zeit die zu unserer mündlichen Unterhaltung bestimmt war für diesen Brief und spreche vor allem die Hoffnung aus Ihr Unwohlsein werde nur leicht sein.

Sie sind wol im Besitz der Zuschrift des Bundesrathes an die Direction wegen der Subsidien Zahlung. Ich werde Ihnen mündlich über die Genesis dieser Angelegenheit berichten, welche uns für die Zukunft und den Entscheid der Hauptsache keine glücklichen Aussichten eröffnet. | Aus Rom habe ich jüngsthin von Herrn Pioda einen Privatbrief erhalten laut welchem man mit der grössten Ungeduld der Einberufung der Conferenz entgegensieht. Wir müssen sehr zufrieden sein, wenn dieses im Monat Januar der Fall sein wird. Ich werde nun sobald die grosse Commission fertig sein wird unsere Gothardcommission versammeln und derselben die sofortige Einberufung der Delegation der Gotharddirection beantragen. Schlimm ist es wenn der Bundesrath in Anwesenheit der Bundesversammlung berathen muss und doch ist eine Verschiebung ganz unmöglich weil wir mindestens vier | Wochen vor dem Zusammentritt der Conferenz unsere Einladungen dazu müssen ergehen lassen.

Da ich in Details doch nicht eintreten kann nehme ich von weiterem Umgang und schliesse mit den besten Wünschen für Ihr Wohlbefinden.

Ihr Ergebenster

E Welti

Bern
19. November 1876.

Kontexte