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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2831 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 247

Emil Welti an Alfred Escher, s.l., Freitag, 11. August 1876

Schlagwörter: Familiäres und Persönliches, Gotthardbahn-Gesellschaft (GB)

Briefe

Vielen Dank, mein verehrtester Herr u Freund für die beiden Briefe1 von Maraini die abgesehen von ihrem Inhalt den besten Eindruck auf mich gemacht haben.2 Dieser Mann kann uns offenbar vortreffliche Dienste leisten. Nächstens – der Tag ist noch nicht fixirt – wird Depretis3 nach Airolo und Göschenen kommen und von Zanardelli4 begleitet sein. Wir werden ihnen wahrscheinlich Koller beigeben | und weder der Direction noch Favre Mittheilung machen, um so alle unrechten Einflüsse fern zu halten. Definitiv ist übrigens noch nichts beschlossen; ich werde Sie weiter benachrichtigen.

Das Hochzeitfest ist besser abgelaufen als ich erwartete; ich habe Belvoir mehr als einmal über den See hin gegrüsst.5

Ihr

E Welti

den 11. Aug. 1876.

Kommentareinträge

1Briefe nicht ermittelt.

2Escher hatte Welti am 9. August 1876 einen Bericht Marainis übermittelt, ohne dabei auf den Inhalt einzugehen. Vgl. Alfred Escher an Emil Welti, 9. August 1876.

3 Agostino Depretis (1813–1887), Ministerpräsident des Königreichs Italien.

4 Giuseppe Zanardelli (1826–1903), Minister für öffentliche Arbeiten des Königreichs Italien.

5Escher wusste von Weltis Anwesenheit in Zürich: «Gestern war es mir, wie wenn es nicht sein könnte, daß Sie in Zürich seien & wir uns nicht sehen!» Alfred Escher an Emil Welti, 9. August 1876.