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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2806 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#547*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Freitag, 2. Juni 1876

Schlagwörter: Bundesrat, Gotthardbahnprojekt, Presse (allgemein)

Briefe

Verehrtester Herr und Freund

Ich sende Ihnen mit vielem Dank die sehr interessanten Actenstücke wieder zurück: nämlich zwei Briefe von Maraini, die Interpellation und das Gutachten an das Ministerium. Über dieses letztere sonderbare Machwerk, will ich mich mündlich am Montag aussprechen.

Diesen Schriftstücken füge ich eine Abschrift der Note bei, die H. v. Röder vorgestern übergeben hat und welcher er die mündliche Eröffnung folgen liess, über die ich ein Protocoll aufgenommen habe, das aber nichts anderes als eine Abschrift aus dem Schreiben von Bülow an H. v. Röder ist. | Diese eigenthümliche Cumulation von schriftlicher und Verbalnote wurde H. v. R. nicht etwa direct aufgetragen, sondern er glaubte sich durch den Wortlaut des betreffenden Satzes: «zugleich wollen Sie vertraulich zu erkennen geben» dazu verpflichtet. Ich füge das bei, damit Sie nicht etwa aus dieser Form zu weit gehende Schlüsse ziehen. |

Eine Rectification der Zeitungsnachrichten oder überhaupt eine Publication über die Antwort, wollte der Bundesrath nicht beschliessen, bis auch die italien. Antwort eingelangt sei.

Mit herzlichem Grusse

Ihr

E Welti

Bern
2. Juni 1876.

Kommentareinträge

Nachträglicher Stempel oben rechts auf Seite 1 mit von dritter Hand eingetragener Nummer: «Gotthardbahn | 10 JUNI 1876. | No 2789.» – Nachträgliche Inhaltsangabe oben links auf Seite 1 von dritter Hand: «Rücksendung v. 2 Briefen von Maraini eine Interpellation v. ital. Deputirten u. ein Gutachten v. Biglia, Ferucci u Massa an d. ital. Bauministerium über die Lage der G.B. enthaltend. | Präsidium.»

Kontexte