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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Rudolf Schneider

AES B2561 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#436*

Johann Rudolf Schneider an Alfred Escher, Lausanne, Montag, 16. Oktober 1871

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt

Briefe

Erschrecken Sie nicht, Hochgeschätzter aber viel beschäftigter Herr dem die Secunden gezählt sind. Ich will Ihre kostbare Zeit nicht lange in Anspruch nehmen, ich verlange keine Antwort. Aber ich kann es nicht über mich bringen ich muß Ihnen meine Freude bezeugen und Ihnen Glück wünschen zu Ihrem großen Werk, der Gothardtbahn, die Dank Ihren Jahrelangen Anstrengungen u Aufopferung, Ihrer Umsicht und Ihres Scharfsinnes, bereits als zur Ausführung gesichert betrachtet werden kann.

Seit vielen Jahren verfolgte ich Sie mit Bewunderung aber im Stillen an Ihrem Werk, wie Sie Schrit für Schrit vorwärts giengen und wie Göthe sagt jeder Schrit Ziel war u als Schrit galt um endlich das letzte Ziel zu erreichen. |

Nun, Sie haben Großes erreicht, und wird noch große Folgen haben. Die Nachwelt wird Sie dafür segnen, inzwischen empfangen Sie meine aufrichtige Bewunderung, u Glückwünsche

Ihr ergebener

Doct J R. Schneider

Lausanne 16 X. 71

Am Krankenbett meiner tief
darnieder liegenden Tochter Bertha Secrétan

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