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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2474 | CH-BAR#J1.2#1000/1310#35*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Freitag, 10. Juni 1870

Schlagwörter: Personelle Angelegenheiten

Briefe

Hochgeehrter Herr

Die mir gütigst mitgehteilte Depesche von Stamm hat auf mich einen eigenthümlichen Eindruck gemacht und ich habe mich gefragt, ob dieselbe nicht ein neues Mittel sein soll um die Dienste dieses Herrn als unentbehrlich und seine Forderungen als unabweisbar erscheinen zu lassen. Darin werde ich durch die Thatsache bestärkt dass uns diese Verschiebungsgelüste von kei| ner andern Seite gemeldet werden, was doch Herr Pioda ohne Zweifel thun würde.

Gestern habe ich Gonzenbach gesehen der mir sagte, dass er nächstens wieder nach Florenz gehe, was unter diesen Umständen nur nützlich sein kann. Gestern bekam ich auch einen Brief von Scanzi dem ich die Zusendung der Zeitungen u Telegramme verdankt hatte. Er schreibt nichts bemerkenswerthes; wünscht aber auch dass Gonzenbach wieder nach Italien komme; er selbst werde| auch nach Florenz gehen.

Herr Hammer hat über die Berliner Verhandlungen noch nichts hören lassen.

Mit freundschaftl. Grüssen

Ihr

E Welti

Bern
10. Juni 1870.