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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2433 | CH-BAR#J1.2#1000/1310#35*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Dienstag, 3. Mai 1870

Schlagwörter: Deutscher Bundesrat, Gesandtschaft in Berlin, Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeehrter Herr

Da Herr Dubs gestern abwesend war konnte ich den Ausschuss erst heute versammeln. Wir sind dahin übereingekommen dass das Präsidium sofort sich an unsere Gesandtschaft in Berlin wende mit dem Auftrag dahin zu wirken, dass die Angelegenheit im NDeutschen Bundesrathe vorerst nicht behandelt werde bis weitere Eröffnungen von unserer Seite gemacht seien. Dieser Schritt soll aber nur dann geschehen wenn sich Herr Mercier versichert hat, dass die Norddeutsche Regierung auf dem Standpunct beharrt, welcher in der Unterredung Delbrücks mit Tosi eingenommen wurde. | Ist das letztere nach den Berichten die uns Herr Mercier schicken wird anzunehmen, so wird der Ausschuss dem Bundesrathe beantragen mich nach Berlin zu schicken. Auf diese Weise wird ein ungünstiger Fortgang der Sache in Berlin gehemmt u wir gewinnen hier Zeit unterdessen die erste Berathung der Revisionsfrage zu Ende zu bringen, worauf ich doch grosses Gewicht lege.

Sobald eine Antwort von Berlin eingegangen sein wird gebe ich Ihnen davon Kenntniss. Herr Dubs wird Herrn Hammer veranlassen eventuell selbst den Wunsch | auszusprechen, dass ihm bei der Unmöglichkeit die Geschäfte zu besorgen von hier aus jemand beigegeben werde.

Mit freundschaftl. Hochschätzung
Ihr

E Welti

Bern
3. Mai 1870.

Kontexte