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Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2429 | CH-BAR#J1.2#1000/1310#35*

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Mittwoch, 27. April 1870

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Hochgeehrter Herr

Herr Mercier meldet uns so eben er habe aus ganz zuverlässiger Quelle vernommen dass der Vorschlag des Bundeskanzleramtes auf 12 Millionen gehe (incl. der speciell preuss. und der Eisenbahnbetheiligung..). Im Weitern werde es der Norddeutsche Bund Italien und der Schweiz überlassen die Ergänzung der deutschen 20 Millionen selbst zu veranlassen; Norddeutschland werde sich bereit finden seine Unterstützung eintreten zu lassen.

Diese Mittheilungen sind wie gesagt nicht | offiziell. Dagegen erklärte Herr Delbrück: er lasse eine Note an H. v. Röder wegen Verlängerung des Termins abgehen und bedaure durch den voreiligen Schritt von Baden verhindert zu sein in Süddeutschland die Schritte zu thun, welche er anfänglich beabsichtigt habe. – Diese Mittheilg an H. Mercier erfolgte am 22. d. Mts ; heute ist die Note an Herrn von Röder noch nicht angelangt. Gestern haben wir die Fristverlängerung mit H. Melegari unterzeichnet und geben nun sofort an alle Betheiligten Kenntniss. |

Von Herrn Staatsrath Pioda habe ich beiliegenden Brief erhalten, den ich sofort in dem Sinne beantwortet habe, man solle den Verpflichtungsschein nach Formular ausstellen und höchstens im Einbegleitungsschreiben der höchst überflüssigen und selbstverständlichen Interpretation erwähnen.

Landammann Z'graggen aus Uri sagt mir eben es werde am Sonntag gut gehen.

Den Brief des Herrn Gonzenbach lege ich Ihnen wieder bei.

Mit freundschaftlicher Hochachtung u Ergebenheit

Ihr

E Welti

Bern 27. April 1870.