Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Emil Welti

AES B2210 | CH-BAR#J1.2#1000/1310#35*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 78

Emil Welti an Alfred Escher, Bern, Mittwoch, 21. August 1867

Schlagwörter: Alpenbahn (allgemein), Bundesrat

Briefe

Hochgeehrter Herr

Beifolgende Abschrift1 enthält den Wortlaut des Antrages des Departementes des Innern.2 Wie Sie sehen gieng Herr Schenk auf meine Bemerkungen nicht ein; ich werde dieselben in der Sitzung wieder zur Geltung bringen.3 Wie mir Herr Knüsel4 sagt ist Herr Dubs mit dem departem. Antrag einverstanden u so kommt die Sache in Fluß u hoffentlich zu gutem Ziele.|

Am nächsten Freitag kommt der Antrag zu Verhandlung.5 Wie Herr Challet6 stimmen wird ist noch ungewiß. Über das Resultat berichte ich sofort telegraphisch.

Mit Hochachtung

Ihr ganz ergebenster

E Welti

Bern 21. Aug. 1867.

Kommentareinträge

1Beilage nicht ermittelt.

2Der Antrag hatte die Wiederaufnahme von Gesprächen mit Italien bezüglich der Alpenbahnfrage zum Ziel. Emil Welti an Alfred Escher, 7. September 1867; Die Gotthardvereinigung, Handelsvertragsunterhandlungen.

3Später schien Schenk zu einer Änderung seines Antrages in einer von Welti vorgeschlagenen allgemeineren Form bereit zu sein. Vgl. Emil Welti an Alfred Escher, 5. September 1867.

4 Josef Martin Knüsel (1813–1889), Bundesrat (LU).

5Die Behandlung des besagten Antrages wurde jedoch verschoben, worüber Welti Escher telegraphisch in Kenntnis setzte. Erst am 7. September fasste der Bundesrat einen Beschluss bezüglich des Antrages. Vgl. Telegramm Emil Welti an Escher, 31. August 1867 (BAR J I.2); Emil Welti an Alfred Escher, 7. September 1867.

6 Jean-Jacques Challet-Venel (1811–1893), Bundesrat (GE).