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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B2089 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Montag, 10. Oktober 1864

Schlagwörter: Familiäres und Persönliches, Feiern und Anlässe, Haus und Garten (Bewirtschaftung), Reisen und Ausflüge

Briefe

Glarus den 10. Oktober 1864.

Mein theurer Freund!

So eben vernehme ich von Pfr. Zwicki, daß er sein neugebornes Töchterchen schon nächsten Sonntag taufen will u. daß Du Samstag Abend hierher kommen werdest, um am Sonntag früh nach Obstalden zu verreisen. Ich möchte Dich nun freundschaftlich einladen, bei uns zu übernachten, dann aber nicht erst mit dem letzten Zuge, sondern wo möglich um 2 Uhr oder jedenfalls spätestens mit den ½6 Uhr Zuge hier einzutreffen. Ich habe mich schon so lange darauf gefreut, Dir einmal unser neues Glarus u. insbesondere mein neues Haus u. Garten zu zeigen, daß es mich in der That bemühen müßte, wenn Du hier wärest, ohne etwas zu sehen u. ohne bei | mir vorbeizukommen. Ich hoffe daher, Du werdest Deine Zeit schon so abtheilen können, daß Dir ein halber Tag für mich u. die Meinigen übrig bleibt.

Pfr. Zwicki trägt mir fernerhin auf Dir zu sagen, Du möchtest Dich so einrichten, daß Du Sonntags nicht schon Nachmittags, sondern erst Abends heimreisen müssest.

Meine l. Frau hatte eine große Freude an dem, in jeder Hinsicht sehr werthvollen Gesangbuche, welches ich ihr von Bern mitbrachte, u. läßt Dir herzlich für dasselbe danken.

Deiner hoffentlich entsprechenden Antwort entgegensehend, grüßt Dich herzlich

Dein treuer

J J Blumer.

Viele Empfehlungen an Deine verehrte Mutter u. Schwester u. Grüsse an Lydie!