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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B2045 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#119*

In: Jung, Escher Briefe, Band 1, Nr. 60 | Jung, Aufbruch, S. 268 (auszugsweise) | Gagliardi, Escher, S. 459 (auszugsweise) | Transkriptionsverifizierung Seiterle umgesetztDB 05.12.2018

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Freitag / Samstag, 30. / 31. Oktober 1863

Schlagwörter: Alpenbahn (allgemein), Alpenstrassen, Bundesrat, Chemins de fer de Lausanne–Fribourg–Berne et de Genève–Versoix (LFB), Eisenbahnen Finanzierung, Eisenbahnstrecken Konzessionen, Freundschaften, Gotthardbahnkonferenzen, Gotthardbahnprojekt, Krankheiten, Lukmanierbahnprojekt, Nationalrat, Presse (allgemein), Schweizerische Nordostbahn (NOB), Simplonbahnprojekt, Wahlen, Öffentliche Beteiligungen (Infrastruktur)

Briefe

Glarus den 30./31. Oktober 1863.

Mein theurer Freund!

Dein l. Brief vom 11./12. d. M. , welcher mich durch die so offne u. einläßliche Darlegung Deiner Gesichtspunkte in der Alpenbahnfrage zum herzlichsten Danke verpflichtete, hätte wohl eine schnellere Antwort verdient. Ueberhäufte Geschäfte der verschiedensten Art haben mich bis jetzt daran verhindert; ich verdanke dieser unfreiwilligen Zögerung wenigstens den Vortheil, daß ich heute damit beginnen kann, Dir zu Deiner ehrenvollen u. höchst erfreulichen Wiederwahl in den Nationalrath zu gratuliren.1 Ich verbinde damit den Ausdruck meiner herzlichen Befriedigung über Eure Ständerathswahlen2, die in der That für mich nicht angenehmer hätten ausfallen können. Was die National| rathswahlen im Kt. Zürich betrifft, so kann ich mir, der ich die Neugewählten theils gar nicht, theils nicht genau kenne, kein rechtes Urtheil darüber erlauben; doch glaube ich, daß man im Allgemeinen damit zufrieden seyn kann, vorausgesetzt natürlich daß, wie ich hoffe, die HH. Fierz u. Bucher3 im zweiten Wahlgange gewählt werden.4

Was nun die Alpenbahnfrage betrifft, so muß ich Dir zum voraus bemerken, daß ich auf meinem Standpunkte festhalte u. zugleich darauf verzichte, Dich, nach bereits eingenommner Position, auf andere Ansichten zu bringen. Deßen ungeachtet halte ich unsre Korrespondenz keineswegs für überflüßig; denn je weniger man über eine große Tagesfrage mit einander verkehrt, desto weniger begreift man einander u. desto mehr entfremdet man sich gegenseitig. Und das wollen wir allerdings verhüten, daß unsre Freundschaft, die auf einem so langjährigen, intimen Verkehr, ich möchte sagen auf einem familiären Verhältnisse | beruht, durch die Alpenbahnfrage auch nur den leisesten Riß bekomme!

Um nun dem Gedankengange Deines Briefes zu folgen5, so habe ich mich niemals für kompetent erachtet zu untersuchen, ob für den Kanton Zürich u. die Nordostbahn der Gotthard oder ein Graubündner Paß den vortheilhaftern Alpenübergang darbiete, u. will annehmen, daß Du in dieser Hinsicht das Richtige getroffen habest, wenn auch wir natürlich lieber gesehen hätten, Zürich hätte sich auf die andere Seite geneigt. Gegen mich hast Du Dich erst während der letzten Sommersitzung entschieden für den Gotthard ausgesprochen; die Ursache davon, daß es nicht früher geschah, liegt aber jedenfalls bloß darin, daß ich, der ich bereits seit 6 Jahren am Eisenbahnwesen keinen thätigen Antheil mehr nahm6, für die Alpen bahnfrage mich nicht sonderlich interessirte u. daher jedenfalls unser Gespräch nicht darauf lenkte. Es fällt mir nicht ein, Dir Mangel an Vertrauen vorzuwerfen, da ich vielmehr in Deinem Verkehre mit mir immer nur der rückhaltlosesten Offen| heit mich zu erfreuen hatte. Ich kann es fernerhin nur billigen, daß Du wenigstens, konsequent mit demjenigen Standpunkte, welchen Du im letzten Winter bei der Motion Eytel7 eingenommen, keine Bundesenquête veranlaßen wolltest, obschon ich das Resultat der, von der Luzerner Konferenz angeordneten Expertise als ein zum voraus entschiednes betrachte. Endlich freute es mich sehr von Dir zu vernehmen, daß bei Eurer ständigen Kommission die Absicht, eine Bundessubsidie zu verlangen, noch nicht gerade feststehe u. daß Du selbst es für wünschbar haltest, daß der Bund nicht um eine Unterstützung angegangen werden müsse. In letzterer Beziehung nun scheint mir folgende Alternative vorzuliegen: entweder verlangt man vom Bunde nur eine geringe Subsidie von einigen Millionen, dann kann wohl mit Recht gesagt werden, daß die betheiligten, zum größern Theile reichen Kantone u. Eisenbahngesellschaften eine allfällige Lücke in den Finanzen des Unternehmens selbst auszufüllen vermöchten, – oder man verlangt eine wesentliche, entscheidende Betheiligung des Bundes, | dann kommen wir in das System großartiger Staatsschulden hinein, welches wir gerade vermeiden wollten, als wir uns für den Privatbau der Eisenbahnen8 u. später gegen das Stämpfli'sche Rückkaufsprojekt erklärten. Nach Art. 21 der Bundesverf. – dieser Pandorabüchse, die Gutes u. Schlimmes in ihrem Schooße trägt – ist die Unterstützung einer Eisenbahn allerdings ebenso zuläßig wie die Gewährung von Bundessubsidien für Flußkorrektionen u. Gebirgsstraßen; allein nach jenem Artikel hätte auch der eidgenössische Staatsbau sämmtlicher Eisenbahnen beschlossen werden können u. ich glaube nicht, daß man, indem man den Bau derselben den Kantonen, bzw. der Privatthätigkeit überließ9, gleichwohl die Absicht hatte, einzelne Bahnen auf Unkosten der andern durch Bundessubsidien zu begünstigen u. auf diese Weise neben den Privatbahnen halbe Staatsbahnen zu schaffen. Zwischen einer Berg- u. einer Thaleisenbahn vermag ich keinen principiellen Unterschied zu entdecken; | denn wenn Du als entscheidendes Moment hinstellst, daß eine Alpenbahn die Kräfte der betheiligten Kantone übersteige, so kann dieß von sehr vielen Thaleisenbahnen auch gesagt werden. Ein glänzendes Beispiel bietet in dieser Hinsicht die vielbesprochne Oronbahn dar u. ich sehe in der That nicht ein, mit welchem Grunde man dieser Bahn, welcher bereits durch frühere Beschlüsse der Stempel gemein-eidgenössischer Nützlichkeit aufgedrückt worden ist, den sehnlich gewünschten Rettungsbalken verweigern könnte, nachdem man einmal für die Gotthardbahn eine Bundessubsidie bewilligt hätte. Hier liegt eben die große Gefahr, die ich erblicke: bei bloß thematischer Betrachtung folgt allerdings aus der Subventionirung einer Alpenbahn keineswegs der Rückkauf sämmtlicher Eisenbahnen durch den Bund, allein in der Praxis macht sich Alles nur durch Coalitionen u. da könnte sehr leicht der Gotthardkoalition eine andere folgen, ja sich aus ihr entwickeln, welche für | sämmtliche nicht rentable Eisenbahnen der Schweiz (u. leider hat es deren eine ziemliche Anzahl)10 Bundessubsidien verlangen u. auch erhalten würde. Wäre dann der Bund erst bei allen schlechten Eisenbahnen betheiligt, so würde er sicherlich auch die guten haben wollen, u. so würde sich der Rückkauf wohl von selbst machen. Ich glaube daher allerdings, daß, wenn irgend einmal, in der Alpenbahnfrage das «principiis obsta»11 am Platze ist. Daneben kommt für mich wirklich auch noch in Betracht, daß man in dieser Frage nicht einem Theile der Schweiz eine Wohlthat erweisen kann, ohne zugleich dem andern Theile die empfindlichsten Nachtheile zu bereiten. Es gereicht zwar Deinem Scharfsinne zur Ehre, daß Du herausgefunden hast, auch die Brünigstraße, obschon vom Bunde bezahlt, habe dem Entlibuch geschadet. Allein abgesehen davon, daß ich auch bei der Brünigstraße, gleichwie bei den sogen. Alpenstraßen, wenigstens mit Bezug auf den Umfang der zuerkannten Unterstützung mich | in der Minderheit befand, darf ich doch wohl mit Recht erwiedern, daß der Nachtheil, den einige Wirthshäuser im Entlibuch erlitten haben mögen, nicht zu vergleichen ist mit dem unheilbaren, in alle ökonomischen Verhältnisse tief eingreifenden Schaden, der z. B. dem Kanton Graubünden daraus erwächst, wenn seine natürliche, nach Italien hinweisende Verkehrsader unterbunden wird. Denn daß der Lukmanier oder Septimer neben dem Gotthard gebaut werden könnte, das glaubst Du selbst nicht;12 wenn Du aber der Ansicht bist, es werde jedenfalls niemals eine Graubündner Alpenbahn gebaut werden, auch wenn der Gotthard nicht zu Stande komme, so können wir hierauf antworten: dafür laßt uns sorgen u. erschwert uns unsre Stellung nur nicht durch Bundesintervention. Die einzig richtige Politik, welche die Bundesbehörden in der Alpenbahnfrage zu befolgen haben, ist nach meiner Ansicht diejenige der vollständigsten Neutralität, des «laissez faire, laissez aller!» |

Was die Frage der Concessionirung einer allfälligen Septimerbahn betrifft, so habe ich den Staatsvertrag von 185113 nachgeschlagen u. gefunden, daß es darin heißt: «unmittelbar von der sardinischen Gränze oder vom Langensee ausgehend.» An die Stelle der «sardinischen» muß nun offenbar die «italienische» Gränze gesetzt werden, an welche sich auch der Septimer «unmittelbar» anschließen würde. Wird der Vertrag nicht in diesem Sinne interpretirt, so paßt er nicht mehr zu den jetzigen Gebietsverhältnissen u. Italien, wenn es sich wirklich (was wir nicht wünschen) für den Septimer entscheiden sollte, wird sich sehr leicht zu helfen wissen, indem es der Schweiz den Vertrag kündigt, wozu es nach Art. 1114 berechtigt ist. Bei Italien – das läßt sich gewiß nicht ernstlich bestreiten – steht überhaupt der maßgebende Entscheid in der Alpenbahnfrage u. diese Betrachtung dürfte ganz besonders uns Schweizer veranlaßen, uns wegen derselben nicht zu sehr zu erhitzen. |

Die Haltung der «N. Glarn. Ztg.» will ich heute, nachdem sie seit meinem letzten Briefe manches mir Unangenehme gebracht hat, auch in Bezug auf die Redaktionsartikel nicht mehr in Schutz nehmen. Ich weiß zu ihrer Entschuldigung nichts anderes anzuführen, als daß eben durchgehends nur sehr wenige Zeitungsschreiber Maß zu halten verstehen u. daß es nicht Jedermanns Sache ist, sich mit Leichtigkeit in neue Situationen u. Partheistellungen hineinzufinden. Was dagegen die Theilnahme unsers Kantons an der St. Galler Konferenz15 betrifft, so gestehe ich Dir offen, daß ich, obschon ich dabei nur passiver Zuschauer war, dieselbe gebilligt habe. Es schien mir, diese Konferenz habe ihren guten Grund darin, daß auch wir, die Lukmanier- u. Simplonkantone, durch Eure Schritte die Alpenbahnfrage nicht «präjudiziren» lassen dürfen u. daß, wenn Ihr Euch dem Auslande gegenüber als «Mehrheit der Schweiz» konstituiren zu müssen glaubtet, wir unserseits durch müßiges | Zusehen u. Stillschweigen daselbst nicht den Glauben aufkommen lassen dürfen, daß die Minderheit gar keine Bedeutung habe. Zürich, welches früher mit uns für den Lukmanier einstand, hat bei nachmaliger Erwägung seiner Interessen sich für den Gotthard entschieden; Glarus findet heute noch wie vor 10 Jahren, daß seine Interessen nach den Graubündner Alpenpässen hinneigen; es scheint mir nun, daß kein Theil dem andern mit Recht darüber Vorwürfe machen könne, daß jeder Theil sich für seine Interessen wehrt. Die Ueppigkeit des Hungerbühler'schen16 Styles beweist natürlich gar nichts für oder gegen die Güte der Sache, die sich in dieses orientalische Kleid einhüllt; übrigens hat ja die Konferenz den guten Takt gehabt, die Redaktion der von ihr beschlossnen Denkschrift der Hand der St. Gallischen Regierung zu entwinden.17 Ich begreife sehr wohl, daß es Dir unangenehm ist, alte Freunde u. Partheigenossen plötzlich in einem entgegengesetzten Lager zu erblicken; allein wir befinden uns gewiß nicht in der Offen| sive. Doch ich will hier ebenfalls abbrechen u. namentlich das Assekuranzkonkordat nicht mehr berühren, dessen Verwerfung durch Zürich für Glarus allerdings ein härterer Schlag ist als wenn zehn Gotthardbahnen gebaut würden.18 Ich schließe mit dem herzlichen Wunsche, daß die Verschiedenheit der Standpunkte in der Alpenbahnfrage nicht auf andere Verhältnisse einen verderblichen, dem Gesammtvaterlande nachtheiligen Einfluß üben möge!

Sehr leid thut es uns zu vernehmen, daß Deine l. Frau19 sich während längerer Zeit leidend befunden u. daß auch Deine verehrte Mutter20 wieder verschiedne Krankheitsphasen durchzumachen gehabt habe. Wir wünschen recht sehr, daß beide Frauen gegenwärtig völlig wiederhergestellt seyn mögen! Indem meine Frau u. ich uns den werthen Deinigen bestens empfehlen, verbleibe ich mit ganzem Herzen

Dein treuer Freund

J J Blumer.

Kommentareinträge

1Escher wurde in den Nationalratswahlen vom 25. Oktober 1863 wiedergewählt. In seinem Wahlkreis erzielte er das beste Ergebnis aller Kandidaten. Vgl. NZZ, 26. Oktober 1863.

2Der Grosse Rat des Kantons Zürich wählte Johann Jakob Rüttimann und Eugen Escher (1831–1900) in den Ständerat. Vgl. NZZ, 29. Oktober 1863.

3 Johann Jakob Bucher (1814–1905), Grossrat und Nationalrat (ZH).

4 Fierz und Bucher wurden im zweiten Wahlgang vom 8. November 1863 wiedergewählt. Vgl. NZZ, 14. November 1863.

5Verschiedene der in den folgenden Abschnitten behandelten Themen wurden bereits in Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, 3. / 4. Oktober 1863 und/oder in Alfred Escher an Johann Jakob Blumer, 11. / 12. Oktober 1863 aufgegriffen, so beispielsweise die Motion Eytel, die Frage der Bundessubventionen, das Rückkaufsprojekt Jakob Stämpflis, die Äusserungen der «St. Galler-Zeitung» sowie der «Neuen Glarner-Zeitung» gegen die Gotthardvereinigung oder die Alpenstrassen- und Flusskorrektionsthematik. Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, 3. / 4. Oktober 1863; Alfred Escher an Johann Jakob Blumer, 11. / 12. Oktober 1863.

6Blumer war 1853–1857 Verwaltungsrat der Südostbahn. Diese fusionierte im Frühjahr 1857 mit der St. Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn sowie mit der Glattalbahn zu den Vereinigten Schweizerbahnen. Eine Wahl in den Verwaltungsrat dieser neuen Eisenbahngesellschaft lehnte Blumer ab. Vgl. Heer, Blumer, S. 32–35.

7 Jules Eytel (1817–1873), im Februar 1863 zurückgetretener Staatsrat und Ständerat (VD).

8In einem Brief an Escher aus dem Jahre 1852 bekannte sich Blumer explizit zum Privatbau der Eisenbahnen. Vgl. Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, 19. März 1852.

9 «Der Bau und Betrieb von Eisenbahnen im Gebiete der Eidgenossenschaft bleibt den Kantonen, beziehungsweise der Privatthätigkeit überlassen.» Eisenbahngesetz 1852, Art. 1.Weichenstellung zum Eisenbahnland Schweiz, Das Eisenbahngesetz von 1852.

10Die Situation im schweizerischen Eisenbahnsektor war in der ersten Hälfte der 1860er Jahre gekennzeichnet durch eine «Krise der Eisenbahnfinanzen» . Ein Grossteil des in Eisenbahnen investierten Aktienkapitals war dividendenlos, und der Gesamtertrag der Unternehmungen reichte nicht zur Deckung aller Obligationenzinsen. Wirklich rentabel waren im Jahre 1865 mit der Schweizerischen Nordostbahn und der Schweizerischen Centralbahn nur zwei Bahnen; die meisten anderen Gesellschaften waren defizitär. Bauer, Eisenbahnen, S. 86. Vgl. Bergier, Wirtschaftsgeschichte, S. 311.

11Principiis obsta (lat.): Widerstehe den Anfängen.

12Escher selbst betonte in einer Rede vor dem Grossen Rat des Kantons Zürich am 26. Januar 1864, «daß er glaube, es werde nur Eine Alpenbahn ausgeführt» . NZZ, 28. Januar 1864.

13 Vgl. Handelsvertrag zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und Sr. Majestät dem König von Sardinien (vom 8. Juni 1851), in: AS II, S. 405–418.

14 Vgl. Handelsvertrag zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und Sr. Majestät dem König von Sardinien (vom 8. Juni 1851), Art. 11, in: AS II, S. 416.

15Am 14. September 1863 tagten in St. Gallen diejenigen Kantone, welche das Gotthardbahnprojekt nicht unterstützten. Vgl. Denkschrift Überschienung Alpenpässe 1863; Eschers Kurswechsel und die Gotthardkonferenz von 1863, Absatz 22.

16 Johann Matthias Hungerbühler (1805–1884), Grossrat, Mitglied des Kleinen Rats und Nationalrat (SG).

17Die erwähnte Denkschrift zur St. Galler Konferenz vom 14. September 1863 wurde vom Staatsrat des Kantons Waadt redigiert. Vgl. Denkschrift Überschienung Alpenpässe 1863, S. 30; Bericht des schweiz. Bundesrathes an die h. Bundesversammlung über seine Geschäftsführung im Jahr 1864, in: BBl 1865 II, S. 134.

18Der Grosse Rat des Kantons Zürich beschloss am 26. Oktober 1863, nicht auf den Beschlussentwurf betreffend das Konkordat über die Brandassekuranz für Gebäude einzutreten. Vgl. NZZ, 1. Juli 1863, 28. Oktober 1863; Entwurf eines Konkordates, betreffend das Brandassekuranzwesen, hervorgegangen aus den Berathungen der Konferenz von Kantonsabgeordneten (vom 30. Mai 1863), in: BBl 1863 II, S. 657–659.

19 Augusta Escher-Uebel (1838–1864), Tochter der Juliane Charlotte Uebel-von Geiger und des Oberstleutnants Bruno Uebel aus Dessau; ab 1857 Ehefrau Alfred Eschers.

20 Lydia Escher-Zollikofer (1797–1868), Tochter der Elisabetha Zollikofer-Kunkler und des Daniel Hermann Zollikofer, alt Gerichtsherr im Hard; ab 1815 Ehefrau Heinrich Eschers.