Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Josef Zingg

AES B2017 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#569*

Josef Zingg an Alfred Escher, Luzern, Sonntag, 2. August 1863

Schlagwörter: Gotthardbahnprojekt, Rechtliches, Schweizerische Centralbahn (SCB)

Briefe

Luzern den 2. August 1863.

Hochgeachteter Herr Präsident!

In Beilage stelle ich ihnen hiemit die mir gefälligst mitgetheilten Punktationen wieder zurük. Ich habe dieselben Hrn. Dula mitgetheilt, der damit ganz einverstanden ist. Gegen die im art. 4, zweiter Absatz geforderte Einstimmigkeit habe ich einiges Bedenken noch nicht ganz beseitigen können, indem diese Bestimmung einem einzelnen Stande es möglich machen würde, jede bezügliche Schlußnahme zu hindern. Daß irgend ein Kanton diese Stellung einnehmen werde, ist freilich nicht wahrscheinlich; indeßen würde es vielleicht auch genügen zu bestimmen: Handelt es sich um Leistungen, welche von den betheiligten Kantonen & Eisenbahngesellschaften übernommen | werden sollen, so ist (:neben der absoluten Mehrheit:) zu einem Beschluße dieser Art die Zustimmung derj. Kantone oder Gesellschaften erforderlich, denen Leistungen auferlegt werden sollen. – Dieß übrigens als ganz unmaßgebliche Ansicht. Ihr Vorschlag hat vielleicht unter Umständen auch Vortheile, welche mein Bedenken wohl aufwiegen. –

Die Theilnahme an der Conferenz haben bis dato schriftlich angezeigt:

Centralbahn, vertreten durch die HH. Schmidlin & Respinger
Zug. do " " Hrn. Oberst Müller.
Unterwalden, do " " " Land. J. Kaiser.
Schaffhausen, do " " HH. Stokar & Hallauer.
Bern., do " " " Stokmar & Schenk.
Teßin., do " " Hrn. Luigi Pioda.
Freiburg., do " " " Staatsrath Schaller.
Zürich., do " " " Benz & Hagenbuch.

Sobald fernere Erklärungen eingehen, werde | ich Ihnen davon Kenntniß geben. –

Genehmigen Sie bei diesem Anlaße die erneute Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung

J. Zingg