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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Müller

AES B2010 | StadtA Zürich VII. 343. 2.3.2.

Alfred Escher an Johann Jakob Müller, Bern, Mittwoch, 15. Juli 1863

Schlagwörter: Familiäres und Persönliches

Briefe

Bern 15 Juli 1863.

Mein lieber Herr Regierungsrath!

Es wäre mir unmöglich, bei dem fürchterlichen Schlage, der Sie so schwer betroffen hat, Ihnen gegenüber zu schweigen. Ich will zwar nicht versuchen, Ihren Schmerz zu mildern: einzig die heilende Zeit wird ihn wenn auch nicht aufzuheben, doch zu verringern vermögen! Dagegen drängt es mich, Ihnen zu sagen, wie sehr ich Ihre Trauer mit Ihnen fühle, wie erfüllt ich von dem Jammer bin, der neuerdings über Ihre liebe Familie hereingebrochen, & wie sehr ich die Verpflichtung Ihrer Freunde, zu den ich mich auch rechnen zu dürfen glaube, anerkenne, Ihnen so weit möglich zu ersetzen zu suchen, was Ihnen im engern Familienkreise entrissen worden ist!

Möge Gott Ihnen die Kraft geben, Ihren schweren Gram ohne Gefährdung Ihrer Gesundheit zu ertragen! Dieß ist der aufrichtige Wunsch Ihres Ihnen in freundschaftlicher Hochachtung

ergebenen

Dr A Escher

CHANCELLERIE
FÉDERALE SUISSE

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