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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Baptist Weder

AES B2001 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#535*

Johann Baptist Weder an Alfred Escher, St. Gallen, Samstag, 16. Mai 1863

Schlagwörter: Absagebriefe (diverse), Kommissionen (eidgenössische), Krankheiten

Briefe

Hochgeachteter Herr und Freund!

Wie ich Ihnen durch den Telegraphen angezeigt habe, ist leider mein Übel gegen alles Erwarten noch nicht gänzlich gehoben. Ich machte lezten Sonntag einen kurzen Spaziergang, seither bin ich aber wieder fortwährend ins Zimmer gebannt. Ein einziger rauer Luftzug ist im Stande wieder eine Aufregung in der Brust hervorzubringen. Mein Arzt glaubt, daß ich gegen Ende der nächsten Woche, wenn die Witterung gut bleibe, ohne Gefahr verreisen dürfe. Ich kann Ihnen nicht beschreiben wie leid es mir ist, Ihnen wieder eine Störung veranlassen zu müßen. Vielleicht können Sie Sich mit Hrn Landammann Letter verständigen, für mich eine Partie des Untersuches auszuscheiden, und ich würde ich würde dann die lezten Tage der nächsten Woche oder nach Beendigung der Arbeiten der Niederlassungskommission, für Erledigung meiner Abtheilung die erforderliche Zeit verwenden. So könnte es doch möglich sein, das Ganze noch ans Ziel zu bringen, ohne daß Sie Sich zu sehr belästigen müßen.

Wollen Sie mich doch gefälligst entschuldigen und die erneuerte Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung und Freundschaft genehmigen

Womit ich verbleibe Ihr ergebster

Weder

St. Gallen d. 16. Mai 1863.

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