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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B1949 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Samstag, 20. September 1862

Schlagwörter: Bankwesen (allgemein), Brand von Glarus (1861), Familiäres und Persönliches, Schweizerische Kreditanstalt (SKA)

Briefe

Glarus den 20. Sept. 1862.

Mein theurer Freund!

Vorerst habe ich Dir anzuzeigen, daß wir, Eurer gütigen Einladung folgend, nächsten Montag um 1 U. 15 M. auf dem Bahnhofe Zürich eintreffen werden. Du weißst dabei zum voraus, daß ich meine l. Frau bloß begleite u. Abends wieder nach Hause zurückkehren muß, so gerne ich länger bei Euch verweilen würde.

Sodann danke ich Dir herzlich für die sehr einläßlichen Vorschläge, welche Du mir hinsichtlich des Anleihens für die Gemeinde Glarus gemacht, u. für die Berücksichtigung, die Du uns dabei hast zu Theil werden laßen. Gewiß sind Deine Vorschläge sehr günstige u. billige zu nennen u. der Gemeindrath wird ohne Zweifel darauf eingehen, soferne es nicht gelingt, | das nöthige Geld im Kanton selbst zu einem etwas niedrigern Zinsfuße zu erhalten. Letztres liegt gegenwärtig noch in Frage u. ich werde Dir daher erst etwa nach 10 Tagen sagen können, ob wir die Gefälligkeit der Kreditanstalt in Anspruch nehmen müßen oder nicht. Daß wir uns gegebnenfalls Euern Wünschen hinsichtlich des oder der Einzahlungstermine so weit als möglich fügen werden, versteht sich von selbst.

In der angenehmen Erwartung baldigen Wiedersehens grüßt Dich u. die l. Deinigen bestens

Dein treuer

J J Blumer.