Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Friedrich Fisch-Hagenbuch

AES B1921 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#207*

In: Jung, Escher Briefe, Band 5, Nr. 90

Friedrich Fisch-Hagenbuch an Alfred Escher, Zürich, Montag, 20. Januar 1862

Schlagwörter: Personelle Angelegenheiten, Presse (allgemein), Schweizerische Nordostbahn (NOB), Westbahnkonflikt (1856/57)

Briefe

Buchhandlung-Buchdruckerey
& LITHOGRAPHIE
ORELL FUESSLI & COMP.
ZÜRICH

Zürich, 20. Janr 1862.

Hochverehrter Herr!

Ihre verehrl. Zuschrift vom 15ten Januar1 habe ich zwar erst den 17ten erhalten. Indem ich Ihnen hiemit deren Empfang bestens verdanke, erlaube ich mir zugleich Ihnen, nach reichlicher Erwägung ihrer Postulate, meine Ansicht und Entschließung bezüglich derselben mit aller Offenheit darzulegen. Ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit sei mir hiebei als Kommentar zu der gegenwärtigen Pendenz gestattet.

Wie Ihnen wohl bekannt, hat Hr Dr Felber2 die Redaction unserer Neuen Zürcher Zeitung mit 1. Juli 1849 angetreten. Das Blatt zählte damals 3500 Abonnenten. Aber schon Anfangs 1852 war diese Zahl um mehr als 1000 herabgesunken und die Verleger sahen sich nach wiederholt versuchter mündlicher Anregung zu einer schriftlichen Eingabe an Hrn Dr Felber genöthigt, welche an der Hand eines einläßlichen Programmes die Rührigkeit der Redaction stimuliren resp. auf gewissenhaftere Pflichterfüllung dringen sollte. Das von dem Chef unsers Hauses, Hrn. Joh. Hagenbuch3 verfaßte Concept zu dieser Eingabe begann mit folgenden bezeichnenden Worten: «Da nach den zwischen uns stattgehabten Erörterungen eine mündliche Besprechung über die technischen Angelegenheiten der NZZtg leider eine Unmöglichkeit scheint, indem Sie das Nothwendige und Wünschenswerthe davon nicht mit Geduld anhören mögen, so müssen wir es schriftlich thun, weil unsere Vorschläge gewiß keine Plackerei gegen Sie beabsichtigen, sondern nur das Ergebniß gemachter Erfahrungen sind». Am Schlusse erklärten die Verleger, sie müßten – falls Hr Dr Felber glaube, ihren durch den Vertrag gestellten Forderungen nicht entsprechen zu können, – schließen, daß ihm überhaupt die Redaction zu beschwerlich vorkomme und daß er, beim bestehen unserseits auf denselben, lieber von der Redaction der NZZtg abzutreten wünsche; «wo man sich gegenseitig nicht freundschaftlich über so wichtige Dinge verständigen kann, da ist es gewiß für beide Theile besser, sich zu trennen.» – Sie ersehen aus diesen Excerpten, daß unsere Klagen nicht von heute und nicht von Gestern datiren, und wenn ich beifüge, daß jene Eingabe, zumal in ihrem Eingangspassus, in sehr abgeschwächter Form ausgefertigt wurde, so darf ich das meiner Einsprache und als Beweis dafür indiziren, daß ich jederzeit bestrebt war, die delikate Natur des Mannes zu schonen und ihm alle die Rücksichten angedeihen zu lassen, die sich mit meinen Pflichten vereinigen ließen. Diese Eingabe erfreute sich übrigens keines bessern Erfolges als frühere mündliche Vorstellungen. Vielmehr steigerte sich die Indolenz des Hrn. Felber in einer Weise, die z. B. unsern damaligen Associe Hrn. Ziegler4 veranlaßte, wiederholt bei Hrn. Hagenbuch auf Entlassung zu dringen und wenn diesem mit jedem | Jahresschlusse wiederkehrenden ceterum censeo5 selbst zu der Zeit keine Folge gegeben wurde, als Sie selbst und Ihre Freunde6 sich sehr mißfällig über die Redaction des Hrn. Dr Felber aussprachen und uns dessen Entlassung nichts weniger als zum Vorwurfe gemacht hätten, – so muß ich mich auch dessen schuldig bekennen. Schon damals hatte ich die vorzügliche dialektische Begabung des Hrn. Dr Felber erkannt und ihn liebgewonnen, wie sehr ich auch anderseits die Intereßen unsers Hauses durch ihn gefährdet sah.

In Folge dieser Indolenz für Alles was ausser der Arena der Tagespolemik lag, und des unversieglichen Eisenbahnhaders 7, hatte die Ökonomie der NZZtg Ende 1858 endlich auch die Grenze überschritten, die noch zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben bietet, und die Frage ob das Blatt überhaupt fortzusetzen sei oder nicht, drängte sich kategorisch in den Vordergrund. Hätten wir dasselbe nur als Erwerbszweig betrachtet, die Frage wäre längst entschieden gewesen und die Eidg. Ztg. nie nach Bern ausgewandert.8 Unser Standpunkt war ein anderer. Ich hielt es für Pflicht, Sie und Ihre Freunde in dem entbrennenden Kampfe mit Bern's CentralisationsTendenzen nicht zu verlassen; wie viel Muth und Selbstverläugnung es dazu bedurfte, gehört nicht hieher; doch wurde mir meine Aufgabe durch die Pietät erleichtert, welche ich für unsere Zeitung hegte. Herr Hagenbuch hatte das Blatt 1820 im Einverständniße mit Paul Usteri9 & Obmann Füssli10 sel. gegründet zu einem Hebel für Bildung und Entwicklung gesunder sozialer & politischer Zustände in unserm Gemeinwesen. Er hat Freude & Leid redlich mit ihm getragen, er hat dasselbe durch gute und böse Tage behütet & bewahrt und später meiner Obsorge in einer Weise empfolen, die mir zwar das Verkümmern des Blattes & seines Leserkreises doppelt peinlich machen, mich aber hinwieder zu Aufbietung aller Rettungsversuche antreiben mußten.

Ich werde nie vergessen, was ich in dieser langen Krisis um die NZZtg gesorgt und gekämpft und gearbeitet habe, zu einer Zeit, wo sich Niemand sonst um ihre Geschichte bekümmerte, ja ihre Agonie kaum ahnte. Ja ich schäm mich nicht, es hier auszusprechen: Während die ermüdenden Eisenbahnkämpfe uns mit jedem Quartale Hunderte von Abonnenten entzogen, uns eine große Zahl sonstiger Geschäftsfreunde entfremdeten und unsere Opfer zu Tausenden zählten, haben wir nie eine Klage laut werden lassen, – nie ein Wort oder Zeichen der Anerkenung & Ermuthigung verlangt – nie eines erhalten! – und uns gleichwol nicht beirren lassen.

Meine Aufgabe schien mir zunächst dahin angewiesen, die Redaction, resp. den innern Werth & Gehalt der NZZtg durch Ergänzung der unzureichenden Thätigkeit des Hrn Dr Frl zu heben. Ich glaubte, denselben hiefür billigerweise in etwelche Mitleidenschaft ziehen zu dürfen und eröffnete ihm dieses mittelst Zuschrift vom 1. Dec. 1858, deren Copie11 ich hier, um gelegentliche Rücksendung bittend, beilege. |

Herr Felber erklärte, nicht entsprechen zu können, notifizirte eine Kündung seines Vertrages und wandte sich zugleich an einen Ihnen nahestehenden Freund, auf dessen Veranlassung hin Herr Dir. Schweizer mit mir Rücksprache hielt und mich schließlich ersuchte, Hrn. Dr F. wenigstens noch die nächsten 2–3 Jahre an der Redaction zu belassen, da er am geeignetsten sei, die Eisenbahnfragen erfolgreich durchzukämpfen, und diese voraussichtlich binnen obiger Zeit erledigt sein dürften. Um mir diese Concession zu erleichtern, offerirte mir Hr. Schweizer einen Ersatz für die Hrn Dr Felber von mir angemuthetete Leistung an die Besoldung eines Redaktionsadjunkten, indem er mir eine entsprechende Vergütung der bislang gratis in den Inseraten der NZZtg erschienenen periodischen Publikationen der Nordostbahn zusicherte. Sie wissen, daß ich diesem Wunsche auf das Zuvorkommenste entsprach, obschon ich mir die Consequenzen nicht verhehlen konnte. Ich engagirte Hrn Härlin12, und suchte später auch in Hrn. Sal. Bleuler13 & endlich in Hrn. Dr Fehr14 einen geeigneten Mitarbeiter für Hrn Dr Felber zu gewinnen. Gegen jenen zeigte sich Hr Felber so spröde, daß er, schnell entmuthigt seiner Stellung entsagte, zumal ich – oft gegen meine Überzeugung – entschieden zu Hrn Dr Felber stand und schließlich dann auch das ganze Odium dieses Bruches auf mich nahm.

Das, hochverehrter Herr, ist der historische Boden, auf welchem sich die Angelegenheit heute bewegt, der ich Ihre verehrte Zuschrift zu verdanken habe. So peinlich es mir war, denselben hier konstruiren zu müssen, und so sehr ich befürchten mußte, Ihre Geduld damit zu ermüden, so konnte ich doch nicht umhin, Ihnen diese data vorzulegen, da sie das Kriterium für die Gegenwart bilden. Daß ich Hrn. Dr Felber selbst in der Zeit, wo die Eisenbahnpolitik der NZZeitung die größten Opfer von uns forderte – nie eine Änderung derselben zumuthete, wird er selbst bezeugen, und so gehe ich denn ohne weiteres an die Beantwortung Ihres Schreibens v. 15/ 17 . Dabei liegt mir zunächst die Berichtigung eines von mir selbst verschuldeten Mißverständnisses ob. Als ich Ihnen nämlich erklärt hatte, daß ich Ihrem Wunsche betr. Eingehung eines längern Vertragsverhältnisses mit Hrn Dr Felber nur dann entsprechen könnte, wenn ich genügende Garantien für bessere Redactionsbethätigung erhalten würde, und meine Geneigtheit aussprach, die nächsten 6 Monate hiefür einzuräumen, bemerkten Sie beiläufig, es könnte dannzumal der diesfällige Entscheid einem Schiedsgerichte, z. B. Hrn Dr Rüttimann & Hrn Dir. Stoll15 übertragen werden. Ich weiß nicht mehr, wie es kam, daß ich diese Äußerung stillschweigend hinnahm und somit scheinbar adoptirte? Sie selbst kamen im fernern Verlaufe des Gespräches nie mehr darauf zurück, und das mag mir zur Entschuldigung dienen, wenn ich damals versäumt habe, Ihnen meine Ansicht darüber offen auszusprechen. Ihr Urtheil sowohl als dasjenige Ihrer Freunde kann mir jederzeit nur sehr willkommen und beachtenswerth sein; dagegen verhehle ich Ihnen nicht, daß ich mich in meinen Entschließungen bezüglich Hrn Dr Felber's endgültig nur durch mein auf eigene, unmittelbare Beobachtungen gestütztes Urtheil bestimmen lassen kann. |

Ich muß an dieser Autonomie in dem mir anvertrauten Kreise grundsätzlich und gegen wen immer festhalten. Fest überzeugt, daß Sie an meiner Statt ebenso sprechen & handeln würden, müßte ich befürchten, mich einer Beleidigung schuldig zu machen, wenn ich Sie zum Überflusse versichern wollte, daß ich weder in die Einsicht noch in die Unbefangenheit Ihrer Freunde das leiseste Mißtrauen hege. Ich beschränke mich daher lediglich auf die Bitte, Hrn Dr Felber hievon gef. Kenntniß geben zu wollen, damit er in vollem Bewußtsein von der Sachlage sich entscheiden kann. Ich weiß daß meine Anforderungen an ihn keine unbilligen, geschweige ungerechte sind; auch leitet mich keinerlei persönliche Mißstimmung oder Abneigung gegen ihn und ich werde in unsern gegenseitigen Beziehungen fernerhin alle möglichen Rücksichten walten lassen; aber ich kann und darf Lesekreis und damit den Wirkungskreis unserer NZZtg nicht neuerdings verkümmern lassen, und wo die ganze Okonomie & Existenz derselben auf der Waage liegt, da kenne ich nur mehr ein Gebot: die Erhaltung des Blattes & die Wahrung seiner Zukunft.

Zu den fernern Postulaten Ihres verehrl. Schreibens übergehend, bin ich gerne bereit, mich mit Hrn Dr Felber über frühzeitigere Vorlage der Korrektur zu verständigen, obgleich ich nicht einsehe, wie das in zweckdienlicher Weise möglich ist, so lange die Hauptlieferung der Blätter & Korrespondenzen Abends halb 4 Uhr eintrifft und noch zum Satze befördert werden muß. Die eingehenden Korrespondenzen etc. eröffne ich, insoweit sie nicht persönliche Adresse tragen, alle und stelle sie jeweilen dem Redactor zu, in dessen Departement sie meines Erachtens einschlägt. Ich thue das weder aus Neugier noch aus Liebhaberei, sondern einfach weil mich mancherlei Erfahrungen dazu genöthigt haben. Das Gleiche geschieht auch bezüglich der eingehenden Blätter, die indeß alle jederzeit zu Hrn Felbers Verfügung stehen. Es ist dieses so selbstverständlich, daß z. B. Hr. Härlin jüngst höchlich erstaunt war, als Hr Dr Felber sich die undankbare Mühe gab, das geistlose Gedicht von L. Devrient16 handschriftlich vom Museum zu bringen, während das betr. Original ganz in seiner Nähe lag. Zudem kann ich Sie versichern, daß beide Redactionsadjunkten nie unterlassen, mit Blättern etc. in welchen sie etwas entdeckt haben, das Hrn Felber spezielles Intresse bieten möchte, zu diesem zu eilen und ihm dieselben zu unterbreiten.

Hochverehrter Herr! Ich habe offen und ohne Rückhalt zu Ihnen gesprochen, wie ich es Ihrer und meiner allein würdig erachtete. Daß es mir nicht gegeben war, mich kürzer zu fassen, wollen Sie gef. entschuldigen und die Versicherung meiner aufrichtigen Hochachtung & Ergebenheit genehmigen.

Fisch-Hagenbuch.

Kommentareinträge

1Brief nicht ermittelt.

2 Peter Jakob Felber (1805–1872), Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung». – Felber trat die Stelle bereits am 26. Juni an. Vgl. NZZ, 26. Juni 1849; Anstellungsvertrag mit dem Orell Füssli Verlag, zit. Weisz, NZZ, S. 27–29; Maissen, NZZ, S. 45; Miszellen, Fussnote 25.

3 Johannes Hagenbuch (1789–1863), Buchhändler und Hauptinhaber der Verlagsbuchhandlung Orell Füssli und Compagnie (Herausgeberin der «Neuen Zürcher Zeitung») und Schwiegervater von Fisch-Hagenbuch. Vgl. Weisz, NZZ, S. 84; Miszellen, Fussnote 28.

4 Adrian Ziegler (1806–1884), Mitinhaber der Verlagsbuchhandlung Orell Füssli und Compagnie. – Ziegler war von 1832 bis 1860 Verlagsbuchhändler und ab 1834 Mitinhaber der Firma. Vgl. Weisz, NZZ, S. 84–85; Schmidt, Deutsche Buchhändler, S. 735.

5Ceterum censeo (lat.): im übrigen meine ich.

6Gemeint dürfte vor allem Jakob Dubs sein, damals Redaktor des «Schweizerischen Republikaners» und des «Landboten», der 1849 selbst gerne Felbers Stelle angetreten hätte und in der Folge Felber und die NZZ wiederholt kritisiert hatte. 1852 hatten Escher und er vergeblich versucht, den «Bund» nach Zürich zu verpflichten, um ein Konkurrenzblatt zur NZZ aufzubauen. Vgl. Jakob Dubs an Alfred Escher, 10. März 1852; Weisz, NZZ, S. 80–85; Blaser, Bibliographie, S. 826.

7Gemeint sind die Auseinandersetzungen um die Linienführung der Westbahn, welche zu einer Polarisierung zwischen Bern und Zürich geführt hatten. Die Berner befürworteten eine Strecke über Freiburg, während sich Escher und die Zürcher für MurtenYverdon aussprachen. Fortgesetzt und zugespitzt hatte sich der Konflikt durch Eschers Vorhaben, die schweizerischen Bahngesellschaften mit Hilfe von französischem Kapital zu fusionieren. Vgl. Jung, Aufbruch, S. 468–482; Weisz, NZZ, S. 69–72; Maissen, NZZ, S. 47; Zur Eisenbahngeschichte, Der Westbahnkonflikt; Zur Eisenbahngeschichte, Fussnote 77.

8Umzug nach Bern 1860, Redaktionswechsel. Vgl. HLS online, Eidgenössiche Zeitung.

9 Paul Usteri (1768–1831), schweizerischer Staatsmann, Gelehrter und Publizist. – Usteri übernahm 1821 die Redaktion der NZZ und wandelte sie in ein liberales Blatt, das gegen Zensur und Sonderbund und für den Bundesstaat eintrat. Vgl. Weisz, Redaktoren, S. 81–95; Maissen, NZZ, S. 29–32; HBLS VII, S. 177–178; HLS online, Neue Zürcher Zeitung; Blaser, Bibliographie, S. 1201.

10 Johann Heinrich Füssli (1745–1832), Lehrer, Historiker, Politiker, Verleger, Literat und Redaktor. – Füssli war Mitbesitzer des Verlags Orell, Gessner, Füssli und Compagnie und schliesslich Hauptinhaber der Firma Orell Füssli und Compagnie. Von 1803 bis 1821 war er Redaktor bei der «Zürcher Zeitung» (ab 1821 Umbenennung in «Neue Zürcher Zeitung»). Vgl. HLS online, Füssli Johann Heinrich; Weisz, Redaktoren, S. 73–79; Maissen, NZZ, S. 28.

11Kopie nicht ermittelt.

12 August Friedrich Härlin (1816–1888), Advokat, Redaktionsadjunkt und Gerichtsberichterstatter bei der NZZ. – Härlin stammte ursprünglich aus Stuttgart, war in Zürich seit 1858 niedergelassen. 1875 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Zürich. Vgl. Verzeichnis Bürger und Niedergelassene Stadt Zürich, 1875.

13 Salomon Bleuler-Hausheer (1829–1886), Pfarrer, Redaktor und Herausgeber des «Landboten». – Bleuler war damals Pfarrer in Glattfelden und Mitbegründer der Männer-Helvetia. Er war auf Empfehlung von Jakob Dubs per 7. Mai 1859 in der Redaktion der NZZ angestellt worden, blieb jedoch nur gut ein halbes Jahr dort. Ab 1860 wurde er Mitredaktor der «Aargauer Nachrichten». Vgl. HLS online, Bleuler, Salomon; Scheuchzer, Bleuler; Weisz, NZZ, S. 94–98.

14 Daniel Fehr (1819–1881), NZZ-Redaktor. – Fehr wechselte 1859 vom ultraradikalen «Zürcher Intelligenzblatt» zur NZZ. Als der Verlag 1868 an eine Aktiengesellschaft überging, wurde er nicht mehr übernommen. Vgl. Matrikel UZH online, Fehr Daniel; Weisz, NZZ, S. 97–98; Maissen, NZZ, S. 49, 51–52; Miszellen, Fussnote 33.

15 Georg Stoll (1818–1904), Mitglied der Direktion der Nordostbahn.

16 Ludwig Devrient (1784–1832), Schauspieler.