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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B1864 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Dienstag, 5. Februar 1861

Schlagwörter: Krankheiten, Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt

Briefe

Glarus den 5. Februar 1861.

Mein theurer Freund!

Allerdings werde ich diesmal der Einladung in den Aufsichtsrath der Rentenanstalt folgen u. meine l. Frau gedenkt mich nach Zürich zu begleiten. Es hat uns sehr leid gethan zu vernehmen, daß die Gesundheitsumstände Deiner verehrten Mutter sich noch nicht wesentlich gebeßert haben. Wenn wir unter diesen Umständen zwar gerechtes Bedenken tragen müßen Deine Einladung zum Mittageßen auf Donnerstag anzunehmen, so wollen wir doch Deiner Versicherung, daß wir nicht geniren werden, Glauben schenken u. unter der Voraussetzung, daß wenigstens Du u. Deine l. Frau sich dermalen wohl befinden, Deinem freundlichen Wunsche entsprechen. Dabei hoffe ich indeßen, daß, wenn wider Verhoffen in der Zwischenzeit das Unwohlseyn Deiner verehrten Mutter einen schlimmern Charakter annehmen sollte, Ihr ohne alle Umstände die Einladung zurücknehmen würdet.

Indem ich ebenfalls alles Weitere der mündliche Besprechung vorbehalte, grüßt Dich recht herzlich

Dein treuer Freund

J J Blumer.