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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B1809 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Mittwoch, 2. Mai 1860

Schlagwörter: Expropriationen, Familiäres und Persönliches, Landsgemeinde GL

Briefe

Glarus den 2. Mai 1860.

Mein theurer Freund!

Du hast, als wir das letzte Mal von einander schieden, gegen mich den Wunsch ausgedrückt, daß ich Dich zum voraus benachrichtigen möchte, wenn ich einmal nach Zürich komme. Ich muß nun morgen in Expropriationssachen nach dem Kant. Bern reisen, gedenke mich aber nicht auf der Hin, sondern erst auf der Rückreise in Zürich aufzuhalten. Vielleicht komme ich Sonntags mit dem Schnellzuge nach Zürich zurück u. in diesem Falle werde ich dann gerne die Nachmittagsstunden in Belvoir zubringen; es ist aber auch möglich, daß ich Sonntags erst mit dem Abendzuge nach Zürich komme u. in diesem Falle würde ich Dich Montag Vormittags besuchen. Da ich eben in dieser Beziehung ganz von meinen Geschäften abhänge, so bitte ich Dich, auf den angekündigten Besuch möglichst wenig Rücksicht zu nehmen u. jedenfalls keine besondern Vorbereitungen zu meinem Empfange zu treffen.

Wir hoffen inzwischen, daß Ihr Euch recht wohl befindet, u. freuen uns sehr darauf, Euch an unsrer Landsgemeinde ( 13. Mai) bei uns zu sehen.

Mit herzlichen Empfehlungen an Deine Frau Mutter u. Gemahlin

verbleibe

Dein treuer

J J Blumer.