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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B1785 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Dienstag, 7. Februar 1860

Schlagwörter: Familiäres und Persönliches, Schulpflege Zürich, Wahlen

Briefe

Glarus den 7. Februar 1860.

Mein theurer Freund!

In Folge der zwischen uns getroffnen Abrede bin ich im Falle Dir anzuzeigen, daß ich morgen theils wegen überhäufter Geschäfte, theils wegen einer leichten Unpäßlichkeit nicht nach Zürich kommen kann. Ich bedaure dies von Herzen, nicht bloß weil ich nun der von mir übernommnen Verpflichtung auf den ersten Ruf nicht nachkomme, sondern auch weil es mir sehr angenehm gewesen wäre bei diesem Anlaße Deine werthe Familie zu begrüßen. Indeßen wirst Du begreifen, daß nach einer Abwesenheit von 4 Wochen eine Menge von Geschäften zu Hause meiner warteten, u. zugleich habe ich auf der Reise einen starken Katarrh aufgelesen, von dem ich mich nur befreien kann, wenn ich für einige Tage das Haus hüte.

Meine herzlichsten Glückwünsche zum Schulrathspräsidenten löblicher Stadt Zürich! Da Dir ein allgemeines Zutrauen von Seite beider Partheien entgegengekommen zu seyn scheint, so zweifle ich nicht daran, daß Du die Stelle annehmen wirst.

Die l. Meinigen habe ich Gottlob! ziemlich wohl angetroffen. Sie laßen sich nebst mir Deiner Frau Mutter, Gemahlin u. Schwester bestens empfehlen. Herzlich grüßt Dich

Dein treuer

J J Blumer.