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Korrespondenz: Alfred Escher – Hans Caspar Hirzel-Lampe
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  • von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 9. September 1851 Schlagwörter: Universitäten und Hochschulen (diverse), Personelle Angelegenheiten, Eidgenössische Universität (Projekt), Zollwesen, Konflikte mit Drittstaaten, Universität Zürich AES B0922
    1. von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 22. Januar 1852 Schlagwörter: Regierungsrat ZH, Konflikte mit Drittstaaten, Ausländische Einmischungen (Schweiz), Flüchtlingspolitik, Bundesrat, Politische und wirtschaftliche Sanktionen, Eidgenössische Universität (Projekt), Personelle Angelegenheiten AES B0980+
    2. von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 10. Februar 1852 Schlagwörter: Konflikte mit Drittstaaten, Ausländische Einmischungen (Schweiz), Flüchtlingspolitik, Bundesrat, Regierungsrat ZH, Politische und wirtschaftliche Sanktionen, Postwesen, Eisenbahngesetze, Eisenbahnlinie Zürich–Basel, Staatsverträge, Telegraphenwesen, Eidgenössische Universität (Projekt), Zollwesen, Staatsstreich Louis Napoléons (1851), Bundesfinanzen, Bankwesen (allgemein), Kommissionen (eidgenössische) AES B0987+
    3. von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 2. April 1852 Schlagwörter: Konflikte mit Drittstaaten, Ausländische Einmischungen (Schweiz), Flüchtlingspolitik, Revolutionen (1848/49), Bundesrat, Eisenbahnen Betrieb, Politische und wirtschaftliche Sanktionen AES B1011
  • von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 21. Februar 1853 Schlagwörter: Zürich-Bodensee-Bahn (ZBB), Schweizerische Centralbahn (SCB), Compagnie de l'Ouest-Suisse (Westbahn) (OS), St. Gallisch-Appenzellische Eisenbahn (SGAE), Eisenbahnen Bau und Technik, Personelle Angelegenheiten, Eisenbahnen Betrieb, Bankwesen (allgemein), Eisenbahnen Finanzierung AES B1175+
    1. von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 9. März 1859 Schlagwörter: Bankwesen (allgemein), Bankinstitute, Schweizerische Kreditanstalt (SKA) AES B1180
    2. an Hans Caspar Hirzel-Lampe, 12. März 1859 Schlagwörter: Schweizerische Kreditanstalt (SKA) AES B1764
    3. von Hans Caspar Hirzel-Lampe, 15. März 1859 Schlagwörter: Schweizerische Kreditanstalt (SKA), Bankinstitute, Bankwesen (allgemein), Familiäres und Persönliches AES B1765
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  • o. J.

AES B1765 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#268*

Hans Caspar Hirzel-Lampe an Alfred Escher, Leipzig, Dienstag, 15. März 1859

Schlagwörter: Bankinstitute, Bankwesen (allgemein), Familiäres und Persönliches, Schweizerische Kreditanstalt (SKA)

Briefe

Mein Hochverehrter Herr.

Eben erhalte ich Ihre verehrliche Zuschrift vom 12ten deren Inhalt mich durchaus nicht überrascht hat. Im Gegentheil habe ich eine derartige Antwort von Ihnen erwartet.

Meine Zeilen vom 9ten sollten Ihnen eben nicht recht verständlich seyn, aber Sie muß ten & haben sicherlich auch zwischen den Zeilen lesen können, daß ich nicht aus eignem Antrieb sondern par ordre du Mufti an Sie in diesem Sinne haben schreiben können. Ich machte | meine Herren Collègen auf das unpassende & erfolglose eines derartigen an Sie noch privatim von mir an Sie zu erlassenden Schreiben von vorneherein auf merksam, allein es half nichts, es wurde beschlossen so zu schreiben, wie ich es gethan habe ich mußte also schreiben & Ihre offizielle an die Anstalt & privatim an mich gerichtete Antwort hat meinen Collegen zur Genüge bewiesen, daß man besser gethan hätte, derartige Anträge nicht zu stellen.

Das einzige was mir et welche Mühe gemacht & mich etwas unangenehm berührt hat | ist der Umstand, daß Sie nur einen Augenblick haben glauben & der Vermuthung Raum geben können daß ich aus eignem Antrieb ein der artiges Schreiben an Sie hätte richten können.

Ich hatte mir geschmeichelt von Ihnen von einer bessern Seite gekannt zu seyn.

Selbstredend haben wir nun unsern Antrag fallen lassen & wenn man meinem Rathe gefolgt & gewußt hätte daß die 3⅘ Pro% bereits bekannt geworden worden wären, so würde derselbe auch nicht ge stellt worden seyn.

Sie glauben übrigens nicht, daß meine DoppelStellung zu Ihrer & unserer Anstalt oft eine sehr schwierige & bisweilen auch | wenig angenehme ist. Ich bin immer zwischen deux Jeux. Die vernünftigen meiner Collegen haben gleich mir die beste Mei nung von der Zukunft Ihrer Anstalt, obschon auch diese eine dividende von 4% ge wünscht hätten. Aber die unver nünftigen Mitglieder unsers collegiums & wir haben deren leider mehr als uns lieb ist, ist die große Betheiligung unserer Anstalt bey der Ihrigen vonjeher ein Dorn im Auge, Ihr diesjähriger Ab schluß Wasser auf deren Mühle, um gegen mich los zuziehen. Ich ärgere mich oft über mancherlei Bemerkungen die gemacht werden, lasse mich aber nicht brechen & habe | noch in unserer letzten Sitzung in Gegenwart unsers Königlichen Commissairs erklärt daß ich nichts mehr wünschte als daß wir keine schlechtern Bethei ligungen hätten als in Zürich & daß ich mir, wie immer, so auch jetzt noch, zur Ehre rech nete unsere Anstalt bey der Ihrigen betheiligt & zur Gründung letzterer so wesentlich beygetragen zu haben.

Ich gehe absichtlich in diese détails mit Ihnen ein damit Sie erfahren & ein für allemal wissen wie der Wind bey uns bläst. Zugleich gebe ich Ihnen aber auch die Versicherung daß ich wie bisanhin so auch in Zu | kunft mein möglichstes thun werde, damit das gute Einverständniß zwischen beiden mir gleich nahestehenden Instituten, nicht gestört werde.

Mit größter Hochachtung

Ihr ergebenster.

C Hirzel Lampe

Leipzig 15 März 1859